Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Wismar plant Radweg mit Umbau der Philipp-Müller-Straße
Mecklenburg Wismar Wismar plant Radweg mit Umbau der Philipp-Müller-Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:05 24.05.2019
Viele Radfahrer - Einheimische und Touristen - sind in Wismar unterwegs. Quelle: HWI
Wismar

Die Philipp-Müller-Straße ist für Radfahrer gefährliches Terrain. Deshalb weichen sie oft auf die Gehwege aus. Der ADFC weist seit Jahren auf die Gefahren hin, die vor allem auch beim Abbiegen lauern. Im Verkehrsforum vergangene Woche kamen die Probleme ebenfalls zur Sprache.

FDP und Grüne haben das Thema in die Bürgerschaft gebracht. Die Fraktion setzt sich für einen beidseitigen Radweg inklusive Radfahrer-Abbiegespuren ein. Sie wollte den Bürgermeister beauftragen zu prüfen, ob und wie dies möglich sei. Das Geld dafür solle im nächsten Doppelhaushalt 2020/2021 vorgesehen werden. Zudem habe sich die Verwaltung um Fördermittel zu bemühen.

Noch im Vorfeld der Bürgerschaftssitzung, der letzten vor der Kommunalwahl am Sonntag, hatte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) auf den Prüfantrag der Fraktion geantwortet. Der Um- und Ausbau der Philipp-Müller-Straße einschließlich der Fuß- und Radwege als Nebenanlagen sei im Investitionshaushalt bereits enthalten. Die Verwaltung bereite die Baumaßnahme für die Jahre 2021/2022 vor. Demzufolge wäre es laut Beyer technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll, die Nebenanlagen separat zu planen und umzusetzen.

Der Verwaltungschef verwies auch darauf, dass der Knotenpunkt Burgwall/Lübsche Straße „dringend optimiert werden muss“. Derart große Infrastrukturprojekte müssen mit den Ver- und Entsorgungsträgern koordiniert und abgestimmt werden. Gemeint sind unter anderem die Stadtwerke und der städtische Entsorgungsbetrieb EVB. Denn in der Regel müssen auch die jahrzehntealten Leitungen im Boden erneuert beziehungsweise ergänzt werden. „Auch hier sind die finanziellen Einordnungen in die jeweiligen Investitionspläne der Ver- und Entsorgungsträger erforderlich und zu beachten“, erläutert der Bürgermeister. Ob die Stadt Fördermittel für den Um- und Ausbau der Philipp-Müller-Straße einwerben kann, werde auf jeden Fall geprüft.

Angesichts der vorliegenden Antwort aus dem Rathaus legte Petra Seidenberg (Grüne) in der Sitzung einen geänderten Antrag vor. Er war jetzt als Auftrag formuliert, den Radweg in der Philipp-Müller-Straße „in Abstimmung eines Verkehrsentwicklungsplanes und eines Radwegekonzeptes“ zu planen. Diesen Passus zog die Fraktion allerdings im Laufe der Diskussion zurück. Besonderen Wert legt sie aber auf Radfahrer-Abbiegespuren im Kreuzungsbereich und dass die Hochschule in die Planung frühzeitig einbezogen wird.

„Wir sind uns einig, dass wir den Radweg bauen werden. Er ist in der mittelfristigen Planung“, bekräftigte Bausenator Michael Berkhahn (CDU). Michael Tiedke (SPD) verwies letztlich auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), dessen dritte Fortschreibung die Bürgerschaft kurz vorher mehrheitlich beschlossen hatte. Als eines der umfassendsten Planungswerke der Hansestadt Wismar sieht es bis zum Jahr 2030 rund 200 Einzelmaßnahmen vor, für die geschätzt 400 Millionen Euro notwendig sind. „Da ist als ein Ziel formuliert, die Hochschule ist über ein Radwegenetz effizient einzubinden. Wir werden darauf achten, dass der Radwegbau im Haushalt drin ist“, versicherte Tiedke.

Die Bürgerschaft folgte mehrheitlich dem Antrag der CDU-Fraktion, die Vorlage von FDP/Grüne zum beidseitigen Radweg in der Philipp-Müller-Straße zur Beratung in den Bauausschuss zu verweisen.

Mehr Infos:

Zu wenige Fahrradständer und Ladestationen für E-Bikes

810000 Euro für Radweg zur Ostsee

Linke zweifeln an Radschnellweg nach Wismar

Neue Kampagne rund ums Radfahren in Wismar

Haike Werfel

120 Teilnehmer haben am Freitag in Wismar gegen den Klimawandel demonstriert. Angemeldet waren allerdings 400. Viele seien auf Klassenfahrt, hieß es von den Veranstaltern.

24.05.2019

Ein 25-jähriger Hamburger, der im Januar 2018 den Tod von drei Wismarern auf der A1 verschuldet haben soll, wurde vom Amtsgericht Ahrensburg zu drei Jahren Haft verurteilt. Er legte Berufung gegen das Urteil ein.

24.05.2019

Das Autobahnpolizeirevier Metelsdorf hat mehrere Groß- und Schwerlasttransporter bei Wismar kontrolliert. Einige der Fahrzeuge wiesen gleich mehrere Mängel auf. Vor allem die Ruhezeiten der Fahrer wurden nicht eingehalten.

24.05.2019