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Wismar Wismar vor der NPD-Großdemo – das müssen Sie wissen
Mecklenburg Wismar Wismar vor der NPD-Großdemo – das müssen Sie wissen
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17:41 30.04.2019
Das Rathaus-Balkon ist mit einem "Wismar für alle"-Banner geschmückt. Quelle: Kerstin Schröder
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Wismar

Am 1. Mai gibt es einen Neonazi-Aufmarsch in Wismar: Unter dem Motto „Arbeit! Zukunft! Heimat!“ zieht der NPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Anhängern durch die Straßen der Stadt. Die OSTSEE-ZEITUNG berichtet am Mittwoch ab 11 Uhr in einem Liveticker unter www.ostsee-zeitung.de/npd-demo von dem Geschehen.

Treffpunkt der NPD ist gegen 12 Uhr am Bahnhof. Vermutlich werden sie dort bereits von den Gegendemonstranten erwartet. Wo es dann genau entlang geht, ist noch nicht bekannt.

Mehrere Parkplätze gesperrt

Die Stadtverwaltung hat aber wegen verschiedener Versammlungen Parkplätze in Teilen des Stadtgebiets gesperrt. Das absolute Halteverbot gilt vom 30. April um 22 Uhr bis zum 1. Mai 22 Uhr. Betroffen sind folgende Parkplätze: Ladestraße, die Stellflächen vor dem derzeitigen Zugang zum Bahnhof in der Poeler Straße, vor der Mehrzweckhalle Bürgermeister-Haupt-Straße sowie die Parkplätze rund um den Marktplatz in der Altstadt. Zudem werden in der gleichen Zeitspanne absolute Halteverbotszonen in der Altstadt eingerichtet –in der Großschmiedestraße und Dankwartstraße. Die Autofahrer werden gebeten, auf die Ausschilderungen zu achten.

Die Nahbus GmbH weist zudem darauf hin, dass es im Stadtgebiet zu kurzfristigen und zeitlich begrenzten Einschränkungen im Busverkehr kommen kann. Informationen dazu finden Sie hier.

200 Teilnehmer sind angemeldet

Nach einer Neuordnung der NPD ist der Aufmarsch zum 1. Mai der erste dieser Art nach dem Verlassen des Landtages in Mecklenburg-Vorpommern. 2018 ist die Veranstaltung ausgefallen, davor hat es jedes Jahr am 1. Mai einen Aufmarsch in einer der größeren Stadt Mecklenburg-Vorpommerns durchgeführt worden.

200 Teilnehmer sind angemeldet worden. Bis zu 500 Teilnehmer könnten es werden, weil es der bislang einzige, größere Neonazi-Aufmarsch in Norddeutschland an dem Tag ist. 2016 haben sich am 1. Mai in Schwerin bis zu 500 NPD-Anhänger eingefunden.

Bündnis setzt Zeichen gegen Rassismus

2015 hat es in Wismar Neonazi-Aufmärsche gegeben. Damals gingen rund 300 NPD-Sympathisanten auf die Straße. Gestört wurde der Aufmarsch vom Bürgerbündnis „Wismar für alle“. Das lud zu einem Volksfest auf dem Marktplatz. Auch beim kommenden NPD-Aufmarsch macht „Wismar für alle“ wieder mobil. Es organisiert eine Demonstration in der Altstadt. Unter dem Motto „Gemeinsam für eine friedliche, solidarische und menschenfreundliche Welt“ will es ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass setzen.

Das Bündnis „Wismar für alle“ – ein Zusammenschluss von Zivilgesellschaft, Kirchgemeinden, Vereinen und Verbänden, Gewerkschaften sowie Parteien.

Friedensgebet in der Heiligen-Geist-Kirche

Ihr Protest gegen die NPD-Veranstaltung beginnt um 11 Uhr in der Heiligen-Geist-Kirche. Dort findet das inzwischen zweite politische Friedensgebet „Über Religionen hinaus" statt. Organisiert wird es von Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche sowie vom Islamischen Bund und der Zivilgesellschaft.

Die Demonstration des Bündnisses startet um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Sichtweite zum Aufmarsch der NPD. Von dort geht es über den Markt bis hin zum Alten Hafen. Dort ist gegen 14.30 Uhr vor dem Thormann-Speicher die Abschlusskundgebung geplant.

Mehrere Gegenveranstaltungen geplant

Das alternative Wohn- und Kulturprojekt „Tikozigalpa“ in der Dr. Leber-Straße lädt bereits ab 9 Uhr zu einem Nachbarschaftsfest im Vorgarten ein. Man wolle die unmittelbare Nachbarschaft und alle anderen Bewohner Wismars, die ebenfalls ein Problem mit dem bevorstehenden NPD-Aufmarsch haben, nicht alleine lassen, sagen die Organisatoren. Das Tiko ist in der Vergangenheit mehrfach Angriffsziel rechter Gewalt gewesen.

Außerdem öffnet das Filmbüro Wismar an der Bürgermeister-Haupt-Straße ab 12 Uhr seinen Garten für ein Friedensfest. Zudem laden die evangelischen Kirchengemeinden ab 12 Uhr zur Besichtigung der Kirchen in allen Stadtteilen ein.

Polizei hat Bürgertelefon eingerichtet

Die Polizeiinspektion Wismar hat ein Bürgertelefon einrichten. Zu erreichen ist das am Dienstag, dem 30. April, sowie am Feiertag selbst am Mittwoch, dem 1. Mai, jeweils in der Zeit von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer Tel. 0 38 41 / 20 32 35. Zudem werden aktuelle Informationen der Polizei am 1. Mai zudem über den Informationsdienst Twitter unter der Adresse @Polizei_NWM oder www.twitter.com/Polizei_NWM verbreitet.

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