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Wismar Wismarer Dr.-Unruh-Preis geht an zwei Assistenzärzte
Mecklenburg Wismar Wismarer Dr.-Unruh-Preis geht an zwei Assistenzärzte
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17:46 07.11.2019
Die Preisträger des Dr.-Unruh-Preises 2019: Dr. Burkhard Matzke, Dr. Judith Mankiewicz, Isabell Peterson, Dr. Robert Barz und Friederike Bremer (v. l.). Gewinner Dr. Lukas Kram fehlt auf dem Bild, er war bei einer Fortbildung. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Für sie kam es ganz überraschend: Der erste Platz des Dr.-Unruh-Preises 2019 geht an Friederike Bremer. Sie ist Assistenzärztin im Sana Hanse-Klinikum in Wismar und hat mit ihrem Vortrag über ein neues Verfahren zur Behandlung von Gallenwegserkrankungen überzeugt. Sie teilt sich den ersten Platz mit Dr. Lukas Kram. Er ist ebenfalls Assistenzarzt, an der Klinik für Innere Medizin II / Kardiologie, und hatte über Echokardiografie gesprochen.

Sechs Vorträge beim Symposium

Die Vorträge werden alljährlich beim Dr.-Unruh-Symposium gehalten. In diesem Jahr waren es sechs. Die Veranstaltung war bereits im Oktober. Wie sich die Jury entschieden hatte, hat sie aber erst am Donnerstag bekannt gegeben. Preisträgerin Friederike Bremer, Ärztin an der Klinik für Innere Medizin I, berichtet: „Wir wurden vorher gefragt, ob wir am Symposium teilnehmen und mitmachen wollen. Das habe ich dann einfach gemacht.“ Dass es mit dem Preis geklappt hat, hat die 31-Jährige dann doch überrascht.

Dr. Sabine Mehnert, Chefärztin der Neurologie, erklärt: „Die Vorträge waren alle interessant und sehr gut. Wir hatten es schwer, uns zu entscheiden.“ Daher ging der erste Platz auch gleich an zwei Ärzte.

Weitere Preisträger sprachen zu Parkinson und Osteoporose

Auf den zweiten Platz hat es Isabell Peterson geschafft. Die stellvertretende Leiterin der Station 4A, Neurologie / Kardiologie, hatte beim Symposium über die Parkinson-Komplexbehandlung gesprochen, bei der es darum geht, wie wichtig eine gute Interaktion zwischen Ärzten und Schwestern ist.

Der dritte Platz ging an Dr. Robert Barz. Er ist Assistenzarzt an der Klinik für Unfall-, Orthopädische und Kinderchirurgie und sprach über den Zusammenhang zwischen einer Osteoporose und Knochenbrüchen.

Ärzte und Mitarbeiter der Pflege waren dabei

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Dr. Burkhard Matzke für einen Vortrag zu autoaggressivem und aggressivem Verhalten bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Dr. Judith Mankiewicz für ihren Vortrag „Greenlight-Laser bei benignem Prostatasyndrom“.

Beim Dr.-Unruh-Symposium im Oktober wurden Zuhörern neue Diagnostik- und Behandlungsmethoden des Klinikums in kurzweiliger Runde nähergebracht. Im Unterschied zu den vorherigen Veranstaltungen hatten auch Fachärzte die Möglichkeit, neue Aspekte und interessante Fälle aus der Arbeit ihrer Abteilungen vorzustellen. Auch die Mitarbeiter der Pflege beteiligten sich mit einem interessanten Thema. Das Publikum hatte die Gelegenheit, die Vorträge zu bewerten. Die drei fachlich besten Vorträge wurden nun mit dem Dr.-Unruh-Preis prämiert. Der erste Platz des Preises ist mit 500 Euro dotiert, der zweite mit 300 und der dritte Platz mit 200 Euro.

Dr. Hugo Unruh hat Krankenhauslandschaft in Wismar etabliert

1976 wurde der Preis erstmals am damaligen Bezirkskrankenhaus Wismar vergeben. Die gleichnamige Konferenz ist seit mehr als zehn Jahren feste Tradition am Klinikum. Preis und Symposium erinnern an den Wismarer Arzt Dr. Hugo Unruh (1854-1923), der durch sein Engagement die medizinische Versorgung in der Hansestadt verbessert und die moderne Krankenhauslandschaft etabliert hat.

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