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Wismar Wismarer Streetworker reist um die Welt
Mecklenburg Wismar Wismarer Streetworker reist um die Welt
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09:57 12.07.2019
Johannes Jahnke reist um die ganze Welt, um Jugendlichen zu helfen. Quelle: privat
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Wismar

Sich mit Kochtopf und Bratpfanne einfach mal auf die Straße stellen, um mit fremden Menschen ein Essen zuzubereiten und so mit ihnen in Kontakt zu treten: Das macht Streetworker Johannes Jahnke öfter. Es ist nur eins von vielen Projekten, das der Wismarer unter freiem Himmel veranstaltet. Denn „Streetwork“ bedeutet, dass er Jugendliche auf der Straße anspricht – und zwar solche, die die Hilfsangebote von Einrichtungen in Wismar nicht nutzen wollen.

Aktuell ist Johannes Jahnke im Bürgerpark Wismar, in Wendorf und am Kagenmarkt unterwegs. Der gebürtige Wismarer arbeitet schon seit 14 Jahren ehrenamtlich in diesem Beruf. Er unterstützt Jugendliche zum Beispiel, wenn es Streitigkeiten in der Familie gibt oder sie von ihrer Drogenabhängigkeit loskommen möchten. Die Leidenschaft hat er durch den Verein EFbK (Eltern und Freundeskreis behinderter Kinder e.V.) entdeckt, der von seiner Mutter gegründet wurde. Nach seinem Schulabschluss hat der 29-Jährige dann eine Ausbildung als Erzieher begonnen. Allerdings hat er dabei nie seinen wirklichen Traumberuf, vor Ort mit den Jugendlichen zu arbeiten, nie aus den Augen verloren „Mit 18 Jahren fing ich, an auch international Jugendliche anzusprechen. Ich habe ein Jahr lang in einem Internat in Australien gearbeitet“, berichtet der Streetworker. Auch in Amerika ist er durch die verschiedensten Bundesstaaten gereist, um mit Jugendlichen in Kontakt zu treten und bei Problemen seine Hilfe anzubieten.

Johannes Jahnke reist um die ganze Welt, um Jugendlichen zu helfen Quelle: privat

Seit dem 1. Mai ist Johannes Jahnke nun hauptamtlich Streetworker beim SCHuLZ e. V. (Schwulen- und Lesbenzentrum) in Wismar. „Ich liebe einfach die Vielfalt und die unterschiedlichen Charaktere. Jeder reagiert anders in bestimmten Situationen und man lernt immer Neues dazu“, berichtet Jahnke stolz. Er nimmt seinen Beruf sehr ernst. Wenn man ihm ein Problem anvertraut, dann behält er das für sich. „Schweigepflicht ist das Wichtigste in meinem Job! Nur so kann man Vertrauen aufbauen“, betont er. Der Wismarer ist in der Stadt kein Unbekannter. „Ich bin hier aufgewachsen, dadurch bin ich ziemlich bekannt. Außerdem arbeite ich seit vielen Jahren auf der Straße. Deshalb kommen die Jugendlichen oft zu mir und fragen, ob wir nicht mal reden könnten“, ergänzt Jahnke. Trotz der Nähe zu seinen Schützlingen gelingt es ihm, Berufliches und Privates zu trennen. Denn auch er möchte mal abschalten können.

Natürlich muss man als Streetworker auch mal Rückschläge verkraften, denn einige Jugendliche wollen sich partout nicht helfen lassen. Zum Beispiel habe er mal einen Drogenabhängigen getroffen und seine Hilfe angeboten. Doch der sei sehr gewalttätig gewesen. „Das hat auch meine Grenzen überschritten, ihm konnte ich leider nicht weiterhelfen“, bedauert der Streetworker.

Privat versucht er zwei bis drei Mal im Jahr auf Reisen zu gehen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Gerade erst ist er in Kreta gewesen.

In Zukunft möchte Johannes Jahnke gerne den Job als Streetworker bekannter machen, um mehr Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und unterstützen zu können. Zu erreichen ist der Streetworker unter der Telefonnummer 01520/2504647 oder per E-Mail unter streetwork@wismar.aidshilfe.de.

Johannes Jahnke kombiniert Reisen mit seiner Arbeit als Streetworker. Quelle: privat

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