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Wismar Wismarer Studenten begleiten Firmen international
Mecklenburg Wismar Wismarer Studenten begleiten Firmen international
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10:36 11.07.2019
Messestand für mehr Händehygiene: Thomas Oertel, Emma Karamnow, Marrin Nissen Vivien Abart haben ihn gestaltet, Kai Koch und Tim Kindler dahinter waren für technische Fragen zuständig, Julia Nass für betriebswirtschaftliche (v.l.). Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Das Titelbild ist Programm: ein Container mit dem Schriftzug „Made in MV“ schwebt neben der New Yorker Freiheitsstatue. „Made in MV“ für den Rest der Welt!?

„Wir haben viele starke Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, aber nicht jedes Unternehmen, das es könnte, ist international ausgerichtet. Es ist wichtig, die globalen Märkte nicht zu scheuen“, kommentierte Dr. Heiko Geue als Chef der Staatskanzlei in der Schweriner IHK die Abschlusspräsentationen der Studierenden.

Fakultätsübergreifendes Projekt

32 Studierende aus allen drei Fakultäten haben ein Semester lang gemeinsam recherchiert, analysiert, gerechnet, geplant und entworfen. Das Ergebnis sind fünf Messekonzepte für fünf mittelständische Unternehmen aus MV.

„Ausgangspunkt war eine Studie über die Messebeteiligung von Unternehmen aus MV. Das Ergebnis: viele Unternehmen, die sich auf Messen präsentieren sollten, machen es nicht“, erklärt Prof. Christian Feuerhake, der an der Wismarer Hochschule insbesondere internationales Marketing unterrichtet.

Feuerhake, Prof. Achim Hack und Prof. Matthias Ludwig von der Fakultät Gestaltung sind die Leiter des Projektes „Made in MV“.

Seit zehn Jahren nun entwickeln Studierende Jahr für Jahr für die teilnehmenden Unternehmen Konzepte, wie sich die Unternehmen attraktiv auf Messen präsentieren können, um sich neue Märkte und Kunden zu erschließen. Das Besondere: die Studierenden kommen aus allen drei Fakultäten der Hochschule.

Miteinander reden lernen

So müssen Gestalter lernen, mit Betriebswirtschaflern zu reden und gleichzeitig die Belange der angehenden Ingenieure verstehen. „Gute Betriebswirtschaft braucht auch gute Designer“, macht Feuerhake auf diesen wichtigen Aspekt für die zukünftige Arbeit der Studenten aufmerksam.

Jede Gruppe hat ein konkretes Unternehmen ein Semester lang begleitet und eine Unternehmensstrategie in Bezug auf die Präsentation auf neuen internationalen Märkten über eine Messe. „Wir sind in Deutschland privilegiert. Die Leitmessen, also die Spitzenmessen, sind in Deutschland. Man kann sich also internationalisieren ohne Deutschland verlassen zu müssen“, so der Professor weiter. „Die internationalen Firmen kommen zu uns.“

„Ein deutschlandweit einmaliges Projekt“, so Hendrik Hochheim als Referent Forschung im MesseInstitut der AUMA (Verband der Deutschen Messewirtschaft), das Unternehmen gehört zu den Projektpartnern.

Fünf Firmen

Dieses Jahr haben die Studierenden sich mit der GWA Hygiene GmbH aus Stralsund, der Duschkraft GmbH aus Rostock, der Abitare Reality GmbH (Demmin), dem Unternehmen Erlebnis-Aquarium Rostock und der „Lunch Vegaz“ GmbH aus Rothenklempenow auseinandergesetzt.

Beispielsweise GWA Hygiene. Das Unternehmen hilft mit einer Händehygiene-Überwachung in Krankenhäusern das Infektionsrisiko zu minimieren. Der Messestand, den Vivien Abart, Thomas Oertel, Emma Karamnow und Marrin Nissen entworfen haben, könnte Aufmerksamkeit erregen. Wände voller bunter, nicht unsypathischer Viren und Bakterien und der Infostand des Unternehmens als weiße Rettungsinsel dazwischen.

„Schon interessant, so ein Projekt mal vom Anfang bis zum Entwurf zu begleiten und als Gestalter mal über den Tellerrand hinaus zu gucken!“, sagt Thomas Oertel.

Nicole Hollatz

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