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Wismar Wismarer retten 552 Grauen-Star-Patienten das Augenlicht
Mecklenburg Wismar Wismarer retten 552 Grauen-Star-Patienten das Augenlicht
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11:03 17.04.2019
Die Nachuntersuchung bestätigt es, Mazaga Mahorosho aus Tansania (r.) ist erfolgreich am Grauen Star operiert worden. Quelle: CBM
Wismar

Menschen mit Sehbehinderungen in Entwicklungsländern zu helfen, das liegt den Wismarern am Herzen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat im vergangenen Jahr von 174 Einwohnern insgesamt 16 572 Euro an Spenden erhalten. Mit dem Geld kann die CBM 552 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika am Grauen Star operieren und so Augenlicht schenken.

Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind. Davon sind alleine 12,6 Millionen durch Grauen Star erblindet, einer Trübung der Augenlinse. Mit einer kleinen Operation könnten sie wieder sehen. Durchschnittlich kostet ein solcher Eingriff in den Projekten der CBM nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose 125 Euro. Doch das sind Beträge, die sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

Durchblick dank Kunstlinsen

So war es auch bei Mazaga Mahorosho aus Tansania. Der 45-Jährige handelt mit Getreide und Mais. Damit kann er seine Frau und die fünf Kinder gut versorgen. Doch nach und nach trüben sich die Linsen seiner Augen, er kann immer schlechter sehen und kaum noch arbeiten. Als Mazagas Geschäfte völlig zum Erliegen kommen, muss er auf seine wenigen Ersparnisse zurückgreifen. Der Familienvater macht sich große Sorgen um die Zukunft. Denn sobald seine Rücklagen aufgebraucht sind, muss die Familie hungern.

Familienvater aus Tansania kann weiterarbeiten

Doch plötzlich gibt es Hoffnung: Mazaga erfährt vom CBM-geförderten CCBRT-Krankenhaus in Daressalam und lässt sich sofort hinbringen. Dort wird festgestellt, dass er an Grauem Star erkrankt ist. Zwei kleine Operationen können ihm helfen: Innerhalb weniger Tage werden die trüben Augenlinsen gegen künstliche getauscht. Mazaga kann wieder klar sehen und jubelt: „Ich bin so glücklich, jetzt kann ich meine Geschäfte fortsetzen und muss keine Angst mehr um meine Familie haben. Vielen Dank!“

Diesen Dank gibt die CBM an die Menschen aus Wismar weiter: Ohne ihre Unterstützung könnte die Entwicklungshilfeorganisation Mazaga und vielen anderen Patienten auf der ganzen Welt nicht helfen.

Auch viele Einwohner anderer Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind von der Arbeit der Stiftung überzeugt. Die Rostocker haben 94 760 Euro gespendet und damit 3158 Mal Augenlicht gerettet. Die Stralsunder haben mit 39 177 Euro insgesamt 1305 Patienten geholfen, die Grevesmühlener mit 4374 Euro 145 Menschen und die Ribnitz-Damgartener haben mit 4731 Euro an Spenden das Augenlicht von 157 Menschen gerettet.

Mehr als 110 Jahre Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit mehr als 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 530 Projekte in 54 Ländern. 2017 hat sie mit Hilfe von Spenden weltweit Entwicklungshilfeprojekte im Umfang von 47 Millionen Euro finanziert. In Deutschland betreibt die Stiftung Aufklärungsarbeit über die Auswirkungen von Sehbehinderung und Blindheit, die Möglichkeit zur Prävention und den Zusammenhang von Armut und Behinderung.

Weitere Informationen unter www.cbm.de.

Tanja Plenk

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