Wismarer verbrauchen täglich 100 Liter Wasser
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Wismar Jeder Wismarer verbraucht täglich bis zu 100 Liter Wasser
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Wismarer verbrauchen täglich 100 Liter Wasser

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09:03 22.03.2021
Die Stadtwerke Wismar versprechen Trinkwasser von ausgezeichneter Qualität.
Die Stadtwerke Wismar versprechen Trinkwasser von ausgezeichneter Qualität. Quelle: Patrick Pleul
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Wismar

Heute schon geduscht, Zähne geputzt, abgewaschen, Blumen gegossen oder Spaghetti zubereitet? Wasser ist wie selbstverständlich in Wismar und Nordwestmecklenburg immer da.

Das ist längst nicht überall so. Beispiel Brandenburg: Ab Sommer will Tesla 500 000 Elektroautos pro Jahr in Grünheide produzieren. Dadurch werde es zu Einschränkungen beim Trinkwasser kommen, warnt der Chef des dortigen Wasserverbandes. Oder: Mehr als 1,4 Milliarden Menschen leben weltweit nach Angaben der Vereinten Nationen ohne ausreichende Versorgung mit sauberem Wasser.

Zwei Wasserwerke und große Speicher

In Wismar sorgen die beiden Wasserwerke in Wendorf und Friedrichshof bei den Stadtwerken am Flöter Weg sowie ein 333 Kilometer langes Leitungsnetz für „einwandfreies Trinkwasser“, sagt Andreas Grzesko, Geschäftsführer der Stadtwerke, anlässlich des Weltwassertages am 22. März. Als „Reserve“ dienen Wasserspeicher in Kritzow, Wendorf und am Köppernitztal mit einer Gesamtspeichermenge von 12 800 Kubikmetern.

Weltwassertag

Der Weltwassertag ist das Ergebnis der Weltkonferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Wert des Wassers – Valuing Water“.

Ziel ist es, die Bedeutung des Wassers für die Menschheit aufzuzeigen. Wasser ist eine begrenzte und zunehmend knappe Ressource. Die weltweite Verfügbarkeit und Qualität von Wasser ändert sich aktuell dramatisch aufgrund des Bevölkerungswachstums, sich ändernder Konsummuster und des Klimawandels.

Mehr Informationen zum Weltwassertag unter https://www.unesco.de/kultur-und-natur/wasser-und-ozeane/wasser.

Eine 30-jährige Reise

Wer den Wasserhahn öffnet, macht sich kaum darüber Gedanken, wo und wie es herkommt. Andreas Grzesko spricht von der „langen Reise eines Regentropfens durch das Erdreich bis ins Wasserwerk“. Diese könne bis zu dreißig Jahre dauern. „Im Boden wird das Regenwasser gefiltert und mit natürlichen Mineralien, wie Calcium und Magnesium, angereichert. Der Regentropfen fließt langsam und legt dabei eine Strecke von etwa einem Meter pro Tag zurück. Das Grundwasser, das in einem Brunnen ankommt, wird von den dort installierten Brunnenpumpen in das Wasserwerk gefördert“, erklärt der Stadtwerke-Chef.

Aus 60 bis 90 Metern Tiefe

Gewonnen wird das Nass in Wismar mittels 28 Bohrbrunnen – davon zehn im Stadtgebiet Wendorf und 18 in Friedrichshof – aus dem natürlichen Grundwasser aus 60 bis 90 Metern Tiefe.

Schumacher erklärt: „Das Wasser ist von so guter Qualität, dass es keiner weiteren Zusätze bedarf. Lediglich Eisen und Mangan werden bei der Aufbereitung in den Wasserwerken herausgefiltert. Über das Rohrnetz gelangt das Trinkwasser des Härtebereiches hart in die Wismarer Haushalte.“

Täglich 90 bis 100 Liter

Täglich sprudeln 6000 bis 8000 Kubikmeter Trinkwasser aus Wismars Armaturen, so dass jeder Wismarer nach Unternehmensangaben im Durchschnitt 90 bis 100 Liter Wasser täglich benötigt. Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 121 Litern. Noch 1990 verbrauchte eine Person durchschnittlich 147 Liter Trinkwasser am Tag. Effizienz und Sparsamkeit bei Haushaltsgeräten, Toiletten und Duschköpfen, ein gestiegenes Bewusstsein für den schonenden Umgang mit dem Wasser und sicherlich der Blick auf die Wasseruhr und die Rechnung haben dazu beigetragen.

Strenge Anforderungen an Trinkwasserqualität

Die Trinkwasserqualität in Deutschland gilt als gleichbleibend hoch. Andreas Grzesko: „Unser Wasser wird weitaus häufiger kontrolliert als alle anderen Lebensmittel. Es ist von so ausgezeichneter Qualität, dass die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung jederzeit eingehalten werden. Somit ist unser Trinkwasser nicht nur frisch, sondern auch noch gesund.“

Als weiteren positiven Nebeneffekte nennt der Geschäftsführer das Sparen von Kraft und Geld. Grzesko: „Die schweren Wasserflaschen aus den Supermärkten müssen nicht mehr getragen werden, denn das kühle Nass kann problemlos aus dem Wasserhahn gezapft und getrunken werden. So freut sich auch der Geldbeutel.“

Zusätzliche Förderherzen zum Tag des Wassers

Anlässlich des Wassertages bieten die Stadtwerke die Möglichkeit, zusätzlich etwas Gutes zu tun.

Zu gewinnen gibt es 20 Fördercodes à fünf Euro, die auf der Seite www.foerderherzen-wismar.de eingelöst werden können. Beantwortet werden muss die Frage: Wie alt werden die Stadtwerke Wismar in diesem Jahr? Mit den Förderherzen werden soziale Projekte unterstützt. Die Lösung schicken Sie per Mail an toni.schumacher@stadtwerke-wismar.de oder per Post an Stadtwerke Wismar GmbH, Ladestraße 1a, 23970 Wismar.

Von Heiko Hoffmann