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Wismar Wismars Grüfte öffnen zur „Herbstmondnacht“
Mecklenburg Wismar Wismars Grüfte öffnen zur „Herbstmondnacht“
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13:37 23.11.2018
Bei der ersten „Herbstmondnacht“ auf dem Wismarer Friedhof sind die sonst verschlossenen Grüfte und Kapellen offen. Quelle: Nicole Hollatz (Archiv)
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Wismar

Wismars erste „Herbstmondnacht“ findet am 24. November von 18 bis 20 Uhr auf dem historischen Teil des Wismarer Friedhofes statt. Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer holt die „Nacht der offenen Gruft“ nach Wismar und gibt Einblicke in die Bestattungskultur des 16. bis 19. Jahrhunderts. Was dachten die Menschen damals übers Sterben, wie begegneten sie dem Tod, woraus sind die Grüfte und steinerne Särge gemacht, wie sind sie kunsthistorisch gesehen gestaltet?

„Das vergessene Kulturgut der Grüfte und Särge steht im Vordergrund“, berichtet die Kunsthistorikerin. Treffpunkt ist um 18 Uhr vor dem Leichenwärterhäuschen. Dr. Anja Kretschmer führt ihre Gäste über den Friedhof und in die historischen Grabkapellen. Den Begriff der Herbstmondnacht hat sie sich in Anlehnung an den Totensonntag ausgedacht. „Das ist eine Zeit, in der die Menschen generell empfänglicher sind für das Thema“, erzählt sie.

Seit fünf Jahren führt sie in den „Herbstmondnächten“ in die Kirchengrüfte der Region. Nun werden es die steinernen Zeugen der Bestattungskultur auf dem Wismarer Friedhof sein. „In den Kirchen finden sonst als Abschluss Orgelkonzerte statt, auf dem Wismarer Friedhof werden wir ein Thereminkonzert von Robert Meyer erleben“, erzählt sie.

Die Kapellen werden mit Kerzen stilvoll und respektvoll ausgeleuchtet. „Anlass, mit dieser Veranstaltung auch nach Wismar zu gehen, ist, dass zwei Särge in der Grabkapelle Keding restauriert werden sollen dank Experten von der Forschungsstelle Gruft aus Lübeck.“ Der Eintritt zur ersten „Herbstmondnacht“ kostet 12 Euro mit Konzert und Führung. Die Gäste sollten sich warm anziehen.

Nicole Hollatz

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