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Wismar Wismars Schiffe gehen in die Winterpause
Mecklenburg Wismar Wismars Schiffe gehen in die Winterpause
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06:00 23.11.2018
"Atalanta" und "Wissemara" legen eine Winterpause ein. Quelle: H.-J. Zeigert
Wismar

Tausende Seemeilen und und Hunderte Tage auf See können die beiden großen Wismarer Segelschiffe für das Jahr 2018 für sich verbuchen. „Atalanta“ und „Wissemara“ haben von dem langen Sommer mit überwiegend gutem Wetter profitiert und so ihre Logbücher gefüllt. Während die „Atalanta“ nun über den Winter im Westhafen bleiben will, wird die Poeler Kogge „Wissemara“ im Alten Hafen liegen bleiben.

Kogge bleibt im Alten Hafen und lädt zu Besichtigungen

„Wir haben jeden Tag zum open ship geöffnet“, teilt der Förderverein mit. Besucher sind also auch in der kalten Jahreszeit gern gesehen – auch, wenn die Kogge ihre Segel erst im nächsten Frühjahr wieder setzen wird. Fahren darf sie nur bis Oktober. In diesem Jahr sind schon 3900 Seemeilen zusammengekommen. Bei 214 Ausfahrten hatte das Schiff, das der Nachbau einer hanseatischen Kogge ist, Gäste an Bord. Dabei ging es vor allem hinaus auf die Ostsee vor Wismar. Die „Wissemara“ ist aber auch Stammgast bei der Hanse Sail in Rostock. In diesem Jahr sind die Segler auch zu zwei Mehrtagestörns aufgebrochen. Bei ihren Törns ist die Kogge weitestgehend in heimischen Gewässern vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns unterwegs gewesen – je nachdem, wohin der Wind sie geweht hat. „Im vergangenen Jahr waren wir auch mal in Kampen in den Niederlanden“, sagt eine Mitarbeiterin des Vereins. Im kommenden Jahr sei dann eine mehrtägige Tour bis nach Polen geplant. Das Ziel der „Wissemara“ soll dann Stettin sein.

Auch die Crews der „Atalanta“ haben etliche Seemeilen in diesem Jahr gesammelt – 2203 sind es geworden. „Davon sind wir 850 unter Segeln und 1353 Seemeilen mit Maschine gefahren“, fasst Vereinsvorsitzender Peter Schurbaum zusammen. Insgesamt war der ehemalige Lotsenschoner 113 Tage auf See unterwegs. An 45 Tagen war das Schiff gemeinnützigen mit Jugendtörns oder Themen zur maritime Erbpflege unterwegs. Der Förderverein des Schoners hat etwa 200 Mitglieder, 50 von ihnen sind regelmäßig als aktives Crew-Mitglied im Einsatz. Auch die „Atalanta“ war 2018 auch außerhalb von Wismar auf dem Wasser. Zu den gesetzten Terminen im Jahr zählen traditionell unter anderem auch die Hanse Sail in Rostock und der Hafengeburtstag in Hamburg.

„Atalanta“ liegt im Winter im ruhigeren Westhafen

Die „Atalanta“ soll nun über die kalte Jahreszeit nach Möglichkeit im Westhafen liegen bleiben. Vor ein paar Wochen haben die Vereinsmitglieder das 36 Meter lange Schiff bei Wind und Wetter dorthin verlegt und hoffen, dass es dort auch bleiben kann. Dort liege das der Lotsenschoner, der 1901 gebaut wurde, ruhiger und sicherer. Im Winter werden zudem Wartungsarbeiten durchgeführt. Im Frühjahr soll der Segler dann wieder bereit für die neue Saison sein.

Schiffe treffen sich zur traditionellen Lichterfahrt im Advent

Jedes Jahr im Dezember starten die Wismarer Schiffe zur traditionellen Lichterfahrt. Quelle: Archiv/Hans-Joachim Zeigert

Einen festen Termin für beide Schiffe gibt es in diesem Jahr aber noch: Zur traditionellen Lichterfahrt am dritten Advent treffen sie sich zusammen mit Fischern, Seeleute und anderen Schiffseignern im Wismarer Hafen. Die Seemannsweihnacht mit einer kleinen Budenmeile und Händlern vor dem Thormann-Speicher und die Ausfahrt der Schiffe vermittelt dann eine maritime und vorweihnachtliche Atmosphäre am Alten Hafen in Wismar. Die Andacht wird durch den Pastor der Kirchengemeinde St. Nikolai der „Wissemara“ gehalten. Danach wird er in einer Prozession, begleitet vom Chor der Wismarer Goethe-Schule, zu den Schiffen gehen und Eigner und Mitfahrer an Bord segnen. Der Besatzung der einzelnen Schiffe wird ein an Bord verbleibendes Segenslicht überreicht. Anschließend fahren die mit Lichtern geschmückten Schiffe aufs Meer hinaus. Die Fischer und Schiffsbetreiber vollziehen damit den Abschluss des Jahres 2018 und bedanken sich gleichzeitig für das erfolgreiche zu Ende gehende Jahr.

Michaela Krohn

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