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Wismar Wobau in Wismar will lieber sanieren, als massiv neu zu bauen
Mecklenburg Wismar Wobau in Wismar will lieber sanieren, als massiv neu zu bauen
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20:16 21.09.2019
Anfang 2018 wurde in der Turmstraße in Wismar ein Rotklinkerbau abgerissen. Die Wobau will dort nun neu bauen. Ansonsten will das Wohnungsunternehmen seine Objekte aber lieber sanieren. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Rund 5500 Wohnungen mit derzeit etwa 10 000 Bewohnern zählt die Wohnungsbaugesellschaft mbH Wismar und ist somit Wismars größter Vermieter. Zurzeit vermeldet Wismars größter Vermieter eine Leerstandsquote von etwa fünf Prozent. Sie war zuletzt leicht gestiegen. In den kommenden Monaten und Jahren werde laut Wobau-Geschäftsführer Klaus-Dieter Thauer vor allem die Entwicklung der Werft von Bedeutung für das kommunale Wohnungsunternehmen sein.

Sanierungen in der Turmstraße

„Es werden vermehrt Wohnungen nachgefragt werden. Wir gehen aber davon aus, dass unsere leerstehenden Wohnungen ausreichen, um diese Nachfrage zu befriedigen“, sagt Thauer. Vor dem großen Abrissprogramm in den 2000er Jahren ging die Leerstandsquote sogar hoch bis zu 15 Prozent.

Nun baut die Wobau wieder – zum Beispiel in der Turmstraße. Dort, wo bis Anfang 2018 ein alter Rotklinkerbau stand, will das Wohnungsunternehmen neuen Wohnraum schaffen. „Ein Teil davon wird auch altengerecht sein“, bestätigt Klaus-Dieter Thauer. Ebenso wird in Gebäuden in der Frischen Grube mit Sanierungsarbeiten begonnen. „Dort muss etwas passieren“, kommentiert der Wobau-Geschäftsführer.

Neubauten nicht nötig

Andere massive Neubauten wird es allerdings in Wismar nicht geben. „Das ist hier auch nicht nötig“, findet Klaus-Dieter Thauer. Es gebe genügend Wohnraum. „Und mit durchschnittlich 5,18 Euro pro Quadratmeter, denke ich, haben wir einen guten Mietpreis.“ Dieser lasse sich allerdings in neu gebauten Objekten nicht halten. Dort müsse man um die acht Euro nehmen, um kostendeckend zu arbeiten.

„Wir verdienen nicht viel daran“, sagt Thauer. Dennoch lebe es sich bezüglich der Mietpreise in Wismar gut – zumindest wenn man die mit denen in größeren Städten wie Rostock vergleicht. Dort seien die Mieten sehr viel höher.

Auf ehemaligem Kaufhallen-Gelände:
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Von Michaela Krohn

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