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Wismar Zeitgenössische Kunst im historischen Museum
Mecklenburg Wismar Zeitgenössische Kunst im historischen Museum
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05:19 21.03.2018
In einer Nische im Kellergewölbe steht die Installation von Viktoria Strecker. Quelle: privat
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Wismar

„Ich trage meine schwarze Katze in die Sonne...“ So ist die erste Sonderausstellung im wiedereröffneten Stadtgeschichtlichen Museum Schabbell überschrieben. Der Verein KunstConzept Düsseldorf präsentiert zeitgenössische Kunst. „Einmal im Jahr bin ich in Ihrer wunderschönen Region im Urlaub“, erzählt Gudrun Wünsche, wie der Kontakt zustande kam. Sie ist eine der beiden Kuratorinnen. Mit Christina Puth hat sie für die Ausstellung neun bildende Künstler und Absolventen der Kunstakademien Düsseldorf und Münster ausgewählt.

Schau zeigt aktuelle Trends

Die acht Frauen und ein Mann vermitteln mit ihren Bildern, Zeichnungen, Druckgrafiken und Installationen einen Überblick über Trends der dortigen aktuellen Kunstentwicklung – und dies hinsichtlich der Vielfältigkeit des künstlerischen Ausdrucks wie der Auswahl an verschiedensten Techniken und Werkstoffen. Einige der Beteiligten haben schon in London, Moskau und Venedig ausgestellt.

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Künstler interpretieren neu gestaltete Räume

Mit der Exposition werden die neu renovierten Räume für Wechselausstellungen eingeweiht. Sie befinden sich im Keller und im Dachgeschoss. „Die Künstler arbeiten seit Herbst an der Ausstellung“, berichtet Gudrun Wünsche. Meret Held, Ail Hwang, Marleen Müller, Filiz Özcelik, Beatrice Richter, Christina Puth, Viktoria Strecker, Palina Vetter und Hiroki Tanaka haben auch eigens für das Schabbell neue Werke geschaffen. Sie verdeutlichen, wie die Künstler das Museum wahrnehmen, wie sie die Räume interpretieren.

Ausstellung im Keller und unterm Dach

Aufgrund der Restfeuchte im Keller werden hier vor allem die drei Installationskünstlerinnen ihre Arbeiten zeigen. Die gebürtige Koreanerin Ail Hwang experimentiert mit Milchkartons. Victoria Strecker arbeitet mit Plastik. Die dritte im Bunde ist Palina Vetter. Vor allem im Dachgeschoss werden die Bilder, Zeichnungen und eine Fotoarbeit zu sehen sein. Weil das Gebäude denkmalgeschützt ist, hängen die Werke an Stellwänden.

Poetischer Ausstellungstitel

„Der poetische Titel der Ausstellung bezieht sich in fantasievoller Weise auf die originäre Dunkelheit des Ausstellungsortes im Keller und die Erweiterung bis hinauf unter das Dach. Dunkelheit und Licht sind zentrale Bestandteile im künstlerischen Schaffen wie auch bei der Betrachtung. Zugleich liegt darin der Verweis auf die ungewöhnliche und bis in die Zeit der Renaissance zurückreichende Geschichte dieses Gebäudekomplexes, die im Zuge der Sanierung an vielen Stellen wieder sichtbar geworden ist“, erläutert Gudrun Wünsche. Die Ausstellung wird am Freitag um 19.30 Uhr eröffnet, sie ist bis zum 6. Mai zu sehen. Die Einführung hält Beatrice Busjan, von 1998 bis 2017 Museumsdirektorin im Schabbellhaus und nun als Kunsthistorikerin freiberuflich tätig. Einige Künstler werden anwesend sein und laden die Gäste zum Gespräch ein.

Haike Werfel

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