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Wismar Züge in Wismar: Bahn gibt Millionen für Entfernung von Graffiti aus
Mecklenburg Wismar Züge in Wismar: Bahn gibt Millionen für Entfernung von Graffiti aus
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16:35 01.04.2019
Immer wieder werden auch in Wismar Züge mit Graffiti beschmiert. Hier ein Bild einer S-Bahn in Rostock. Die Entfernung der Farbe kostet die Bahn für den gesamten Nordosten im Jahr mehrere Millionen. Quelle: dpa/Symbolbild
Wismar

Schon wieder wurden Züge am Wismarer Bahnhof mit Graffiti beschmiert. Am vergangenen Wochenende sind gleich mehrere Wagen der Deutschen Bahn und der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) mit Farbe besprüht worden. Auf Letzterem haben die bislang unbekannten Täter einen schwarzen Schriftzug auf einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern aufgetragen. Der Wagen der Deutschen Bahn hat es sogar noch etwas stärker getroffen. Dort haben sich der oder die Sprüher auf einer Fläche von rund zwölf Quadratmetern mit roter, grüner und schwarzer Farbe ausgelassen. Immer wieder kommen solche Sachbeschädigungen vor. Die Bahn hat die Graffiti zwar schon entfernen lassen. Täter konnten allerdings noch nicht gefasst werden.

„Die Bundespolizei hat eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen den beziehungsweise die unbekannten Täter aufgenommen“, bestätigt Frank Schmoll, Sprecher der Bundespolizeiinspektion mit Sitz in Rostock. Zur Schadenshöhe können derzeit keine Angaben gemacht werden.

Entfernung der Farbe dauert mehrere Stunden

Klar ist allerdings: Für die Deutsche Bahn geht die Beseitigung der Schäden richtig ins Geld. „Im gesamten Nordosten geben wir jedes Jahr mehrere Millionen Euro dafür aus, Graffiti zu entfernen“, betont Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Zwar betreffe dies hauptsächlich Ballungsräume wie Berlin. „Dort kommt es besonders häufig vor“, sagt Ahlert. Doch auch in Mecklenburg-Vorpommern treiben Graffiti-Sprüher häufig an Bahnhöfen und auf Gleisen ihr Unwesen. „Wir versuchen, die Graffiti so schnell wie möglich zu entfernen, denn für die Reisenden ist das kein schöner Anblick“, erklärt Ahlert. Doch das dauere manchmal. „Es ist teuer. Die Züge müssen manchmal zusätzlich aus dem Verkehr genommen werden. Und die Entfernung der Farbe kann mehrere Stunden dauern.“

Polizei nahm im Februar einen Täter fest

„Im gesamten Nordosten geben wir jedes Jahr mehrere Millionen Euro dafür aus, Graffiti zu entfernen“, sagt Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Quelle: Dietmar Lilienthal

Erst im Februar hatten unbekannte Täter ebenfalls am Wismarer Bahnhof einen zwölf Quadratmeter großen Schriftzug auf einen Reisezugwagen gesprüht. Das war in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar. Ein paar Tage zuvor konnte die Wismarer Polizei jedoch zumindest einen Täter auf frischer Tat ertappen, nachdem sie Hinweise von Zeugen bekommen hatte. Der 27-Jährige war damals in der Wismarer Ulmenstraße unterwegs.

Beamte suchen Zeugen für Tat vom Wochenende

„Tatsächlich kann die Polizei immer wieder auch Täter aufgrund von Zeugenaufrufen fassen“, bestätigt Anja Kosmalla von der Bundespolizei. Im Fall vom vergangenen Wochenende konnte der Lokführer noch jemanden weglaufen sehen. Das war Sonnabend um 3.55 Uhr. Allerdings konnten der oder die Täter noch flüchten. In diesem Zusammenhang sucht die Bundespolizei nun Zeugen. Wer auffällige Personen am Bahnhof Wismar beziehungsweise in unmittelbarer Nähe beobachtet hat oder sonstige sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben kann, soll sich bei der Bundespolizeiinspektion Rostock unter Telefon 0381/2083111 oder -112 melden. Darüber hinaus können jederzeit über die kostenfreie Hotline der Bundespolizei unter 0800/6888000 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle Angaben gemacht werden.

Fotos von den besprühten Zügen will die Bundespolizei nicht veröffentlichen. Auch, was sie genau auf die Wagen gesprüht hatten, wollen die Beamten lieber nicht verraten. „Wir wollen den Tätern keine Plattform bieten“, erklärt Polizeisprecherin Anja Kosmalla.

Michaela Krohn

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