Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Auto und Verkehr Rotlichtverstoß an sich hebenden Bahnschranken
Mehr Auto und Verkehr Rotlichtverstoß an sich hebenden Bahnschranken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 26.01.2018
Solange am Bahnübergang Rot leuchtet, müssen die Fahrer warten. Wer diese Regel jedoch bei sich hebenden Schranken missachtet, kommt relativ glimpflich davon. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Anzeige
Naumburg

Autofahrer sollten das wissen: Wer bei eingeschaltetem Rotlicht über einen beschrankten Bahnübergang fährt, muss mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot rechnen.

Ist der Zug allerdings schon an der Stelle vorbeigefahren und heben sich die Schranken wieder, kann bei einem solchen Rotlichtverstoß eine niedrigere Strafe als üblich fällig werden. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Naumburg, auf das der ADAC hinweist (Az.: 2 Ws 6/17).

Im konkreten Fall ging es um einen Autofahrer, der an einem beschrankten Bahnübergang gewartet hatte. Als der Zug vorbei war, setzte er das Auto in Bewegung, als die Schranken sich hoben. Die Lichtzeichen waren aber noch auf Rot gestellt. Eine Polizeistreife sah das. Es folgten eine Geldbuße von 240 Euro, ein Fahrverbot von einem Monat und zwei Punkte in Flensburg. Dagegen legte der Autofahrer Einspruch ein - und bekam vor Gericht Recht.

Der Bußgeldkatalog sehe für bestimmte Vergehen Regelsätze bei gewöhnlichen Tatumständen vor - die aber seien hier nicht gegeben, entschied das OLG. Denn der Regelfall geht von einer erheblichen Gefahr durch den herannahendem Zug aus, wenn bei Rot ein Bahnübergang überquert wird. Hier war der Zug aber bereits vorbei, und Gefahr durch einen weiteren hätte der Mann nicht erwarten müssen, da die Schranken bereits wieder hochgingen. Da keine grobe Pflichtverletzung vorlag, sei vom Fahrverbot abzusehen. Der Fahrer musste aber 80 Euro Bußgeld bezahlen und bekam auch einen Punkt in Flensburg.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Nicht immer sind Halter mit der serienmäßigen Ausstattung ihres Fahrzeugs zufrieden. Mit neuen Frontscheinwerfern, breiteren Rädern und einem Sportlenkrad soll es etwa einen dynamischen Auftritt bekommen. Doch welche Bauteile sind auch zugelassen?

22.01.2018

Verkauft worden ist der quadratisch-praktische Minivan des Rüsselsheimer Automobilkonzerns nicht allzu oft. Zu unrecht, denn er schneidet in der Kfz-Hauptuntersuchung und der Pannenstatistik gut ab.

23.01.2018

Mal schnell in den mitgebrachten Alkoholtester blasen und rausfinden, ob man nach ein paar Drinks auf der Party noch fahren darf? Experten vom TÜV haben nun überprüft, wie verlässlich solche Alkoholtestgeräte sind.

23.01.2018

Einparkhilfe, Spurhalteassistent und Co.: Immer mehr elektronische Systeme wollen dem Fahrer eine ermöglichst komfortable Autofahrt ermöglichen. Aber entbinden die technischen Hilfsmittel von der Pflicht, den Straßenverkehr im Auge zu behalten?

26.01.2018

Wir leihen uns Werkzeug bei Nachbarn und übernachten bei wildfremden Menschen. Und auch das Auto teilen sich immer mehr Menschen. Neben dem klassischen Carsharing gibt es Vermittler für Privatleute, die ihren Wagen vermieten wollen. Doch dabei ist einiges zu beachten.

26.01.2018

Die Alkoholpromillegrenze liegt in Deutschland bei 0,5. Für junge Fahrer sowie Anfänger gilt jedoch eine strengere Regel. Wer sie missachtet, muss nicht nur mit Punkten in Flensburg rechnen.

25.01.2018