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Bauen und Wohnen Neuanfang in der Rabatte
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11:34 14.10.2019
Alles neu macht der Herbst: Wer seinem Staudenbeet neue Struktur geben will, sollte jetzt damit anfangen. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Im Haus ist es vergleichsweise einfach: Einmal eingerichtet, bleiben die Möbel dort, wo sie sind. Niemals würden die Sessel über den Tisch wachsen oder eine Kommode aus dem Wohnzimmer verdrängen. Bei Pflanzen ist der stete Wandel ganz normal und macht den Garten lebendig. Doch spätestens wenn der Anblick eines Beets keine Freude mehr macht, ist es Zeit für eine „Renovierung der Rabatte“.

Die Symptome

Ob eine Rabatte die beste Zeit hinter sich hat, ist Ansichtssache. Wenn einzelne Arten das Beet nach einigen Jahren prägen und andere verschwunden sind, kann das durchaus gut aussehen. Sobald Pflanzen verkümmern oder krank sind und Arten dominieren, die man dort gar nicht haben möchte, ist es nicht sinnvoll, einfach abzuwarten. Das Gesicht eines Gartens zeigt, was der Mensch tut oder lässt, und wenn das Beet nicht mehr stimmig wirkt, ist eher das Tun als das Lassen gefragt.

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Die Ursachen

Bevor Sie sich die Hände schmutzig machen, ist es sinnvoll, die Gründe für ein aus der Form geratenes Staudenbeet zu kennen. Davon gibt es viele: Einige Stauden wie die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) sind kurzlebig und es ist normal, dass sie mit der Zeit verschwinden und nachgepflanzt werden. Andere wie die Sonnenbraut (Helenium) müssen durch Teilung regelmäßig verjüngt werden, damit sie ihre Blühfreude erhalten.

Auch die Konkurrenz im Beet wird oft unterschätzt. Die Akelei (Aquilegia) versamt sich, wird allerdings selten lästig, andere Gewächse wie der Goldfelberich (Lysimachia punctata) breiten sich stark aus und können im Laufe der Jahre durchaus als Unkraut wahrgenommen werden. Es geht aber auch ganz banal: Wenn der Standort nicht zu den Ansprüchen der Pflanze passt, wird sie verkümmern oder verschwinden und es ist nicht sinnvoll, sie nachzupflanzen.

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Der Neuanfang

Alles muss raus! Diesen Satz kennen wir vom Räumungsverkauf, und er könnte auch als Motto für die Neuanlage eines Staudenbeets gelten. Manchmal reichen zwar auch kleinere Korrekturen wie das Ergänzen oder Neugruppieren von Stauden. Wenn das große Ganze nicht mehr gut aussieht, ist es aber einfacher, die Stauden mit einer Grabegabel aus dem Beet zu nehmen und eine Bestandsaufnahme zu machen. Das schafft Platz für neue Ideen und man sieht, welche und wie viele Pflanzen (noch) da sind. Eine Ausnahme bilden Arten, die empfindlich auf das Umpflanzen reagieren. Dazu gehören die Pfingstrosen (Paeonia).

Auch der Boden des Beets lässt sich bei dieser Gelegenheit verbessern. Zwar sollte im Herbst nicht mehr gedüngt werden, das Einbringen von Sand auf verdichteten Böden oder Tonmineralen auf Sandböden ist jedoch gut möglich. Zurück in den optimierten Boden gepflanzt wird nur, was gefällt und sich gut entwickelt hat – ergänzt durch neue Stauden.

Dass nur standortgerechte Arten gewählt werden, versteht sich von selbst. Doch auch die Komposition und die Pflanzabstände müssen stimmen: Unter den Stauden stehen Einzelstücke, große Leitstauden, Begleiter und Bodendecker zur Auswahl. Ob eine Staude eher flächig und dicht wie die bodendeckende Elfenblume (Epimedium) oder einzeln wie der Waldgeißbart (Aruncus) gepflanzt werden sollte, erfordert Wissen und Erfahrung. Wer die Pflanzen in der Staudengärtnerei statt im Gartencenter kauft, wird dort kompetent beraten.

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Die Pflege danach

Auch ein renoviertes Staudenbeet braucht Fürsorge: Der je nach Art nötige Rückschnitt und das Jäten gehören zu den Standards der zwei- bis dreimal pro Jahr fälligen Pflege. Wüchsige Stauden wie der Frauenmantel (Alchemilla) sollte man im Auge behalten und hin und wieder einige Exemplare entfernen.

Umgekehrt bekommen kurzlebige Arten wie das Patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis) eine Extraportion Aufmerksamkeit und werden nachgepflanzt. Auf offenem Boden säen sie sich auch selbst wieder aus.

Von Stefanie Syren/RND

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