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Bauen und Wohnen Schrauben, hämmern und sägen: Wie viel Werkzeug braucht man wirklich?
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11:58 15.10.2019
Werkzeugsets bieten sich meist für Haushalte an, die nur gelegentlich etwas reparieren oder werkeln wollen. Quelle: Lukas Barth/dpa-tmn
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Für das, was ein Haushalt ohne Heimwerker-Ambitionen mal ab und an reparieren oder werkeln muss, reicht ein klassischer Schlosserhammer, eine Kombi-Zange sowie jeweils ein Kreuzschlitz- und ein Flachschlitz-Schraubendreher in zwei Größen aus. "Mit diesen Werkzeugen kann man schon Bilder an die Wand bringen und lockere Schrauben mit den gängigen Köpfen nachziehen", erklärt Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus in Hamburg.

Haushalte ohne Heimwerker-Ambitionen brauchen nicht viel

Peter Baruschke, Redakteur der Zeitschrift "Selbst ist der Mann", rät auch noch zu ein paar Zangen: "Eine Kombizange und ein Seitenschneider, mit dem man Drähte durchschneiden kann, sowie eine Wasserpumpenzange." Mit letzterer können Rohrfassungen, Muffen und Schraubenmuttern mehrerer Größen auf- und zugedreht werden.

Ebenso gehören Schraubenschlüssel zum Lösen und Festziehen von Muttern oder Sechskantschrauben in jeden Haushalt. Praktisch sind auch ein Kombischlüssel mit Maulschlüssel - dieser umfasst die Schraube seitlich an zwei Kanten. Oder ein Ringschlüssel - er greift um den ganzen Schraubkopf.

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Werkzeugkoffer sind günstige Lösung

Ratsam kann sogar ein Set aus mehreren Schlüsselgrößen sein. Ein solches findet sich unter anderem in bestückten Werkzeugkoffern, die es auch in kleiner Ausführung im Handel gibt. "Das ist oft günstiger, als wenn man das Werkzeug einzeln kauft", sagt Baruschke. Die Koffer enthalten weitere Handwerkzeuge wie einen Cutter oder eine kleine Wasserwaage. Letztere ist praktisch für das Ausrichten von Bildern.

Vorrätig sollte man immer eine Rolle Elektriker-Isolierband und ein paar Kabelbinder haben. "Mit diesen Dingen kann man viele Reparaturprobleme lösen, wenn zunächst nicht das richtige Werkzeug oder Material zur Hand ist", sagt Baruschke. Etwa eine kaputte Rohrschelle, die auf diese Weise wieder fixiert wird, bis man das Ersatzteil besorgt hat oder der Handwerker eintrifft.

Um in Holz- oder Gipskartonwände zu bohren, reicht ein üblicher Akkubohrschrauber.

Michael Koswig, Stiftung Warentest

Die Basisausstattung wird in diesem Haushalt nach und nach - und je nach Projekt - anwachsen. Sägen zum Beispiel fehlen in den Koffersets oft. Heimwerker wollen oft auch bequemer schrauben oder dübeln, dafür werden Elektrowerkzeuge benötigt.

Das richtige Gerät zum Bohren

"Um in Holz- oder Gipskartonwände zu bohren, reicht ein üblicher Akkubohrschrauber", sagt Michael Koswig von der Stiftung Warentest. "Bei Betonwänden ist ein Gerät mit Schlagbohrmechanismus notwendig, also mindestens eine Schlagbohrmaschine. Im Optimalfall ist es ein Bohrhammer."

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Wer schwere Maschinen nicht bedienen kann oder will, kommt häufig auch mit leichteren Elektrowerkzeugen ans Ziel. "Von einem kleinen Akkuschrauber oder Bohrhammer profitieren nicht nur Menschen mit kleineren Händen", sagt Koswig. Mit solchen Geräten falle es leichter, an enge Stellen zu gelangen.

RND/dpa

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