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08:05 24.03.2018
Der Spendenlauf im PSV-Stadion endet am Sonntagvormittag. Quelle: Hoffmann Heiko
Wismar

„Hier ist die Hölle los! Gerade war die Seeblick-Grundschule mit 134 Schülern da“, so am Freitagvormittag Susann Wiedemann gegenüber der OZ. Die junge Mutter, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Stefan Schröder den „Wismarer Spendenlauf 24/7“ organisiert, ist tief bewegt. Vom Mitmachen und der Spendenbereitschaft.

Der Wismarer Spendenlauf endet am Sonntag um 10.30 Uhr. Schon über 21000 Runden wurden im PSV-Stadion gedreht. Was bringt der Endspurt?

21287 Runden

Seit dem letzten Sonntag wird gelaufen. Für Kinder der Palliativmedizin Schwerin und ein Kanu-Projekt der beiden Wismarer Gymnasien. Susann Wiedemann und das Helferteam kommen beim Zählen kaum hinterher. 21287 Runden (Stand Freitag 14 Uhr) wurden in den letzten Tagen beim rund-um-die-Uhr-Lauf zurückgelegt. Das sind über 8500 Kilometer im PSV-Stadion. Schüler liefen 9409 Runden, Freizeitläufer 11878 Runden, darunter sind allein 1043 Runden von Egger-Mitarbeitern.

Finale beim Osterlauf

Am Sonntag, 25. März, endet der Spendenlauf. Gegen 10.30 Uhr geht es in Richtung Wendorf. Dort steigt das große Finale, ehe der Osterlauf (www.strandlaufcup.de) beginnt.

Emotionale Momente

Susann Wiedemann und Stefan Schröder haben eine für sie auch persönlich sehr intensive Woche mit vielen emotionalen Höhepunkten erlebt. Der Akku bei den Eltern zweiter kleiner Kinder ist aber auch fast leer.Susann war in dieser Woche den Tränen nahe, als Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „KiTraLa“ und der Astrid-Lindgren-Förderschule zum Laufen kamen. Ihr Sohn Carl kam im letzten Jahr in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt. 17 Wochen zu früh, mit einem Gewicht von 645 Gramm. Carl hat trotz einiger Rückschläge gut ins Leben gefunden. Trotzdem wissen die beiden Nakenstorfer aus eigenem Erleben, wie wichtig die Unterstützung ist. Darum auch der Spendenlauf.

Stolz auf alle Läufer

Beim Rückblick auf die Woche sagt Stefan Schröder: „Uns hat begeistert, wie selbstverständlich jeder Läufer, der in der Hauptliste eingetragen war, seine Laufzeit wahrgenommen hat. Und wer zum Beispiel wegen der Grippewelle nicht konnte, hat einen Ersatzläufer organisiert. Das hat uns imponiert.“ Als Beispiel nennt er die Gruppe „Wismar läuft“. „Das ist ein Kernteam, die haben unheimlich viele Laufzeiten abgedeckt. Ohne so ein Team kannst du so eine Nummer gar nicht angehen“, so Schröder.

Wetter getrotzt

Wetterkapriolen mit Frost, Schnee, Matsch und eiskaltem Wind konnten die Läufer nicht bremsen. Mindestens einer war immer auf der Bahn. Am Donnerstag ging es einem Läufer nachts extrem schlecht. Mutter, Vater und Tochter Massanek aus Lübow „haben im Schneetreiben gegen 3 Uhr sofort übernommen. Das war so sinnbildlich“, ist Stefan Schröder begeistert. Als besonders schön bleibt der Donnerstagnachmittag in Erinnerung. Über 130 Läufer waren auf den Bahnen. Darunter Kinder der Freien Schule der Awo. „30 Schüler waren angekündigt, doch dann rücken 80 an. Das war unglaublich“, sagt Susann Wiedemann. 700 Runden wurden gelaufen, 700 Euro gespendet.

Dickes Kompliment

Ein dickes Kompliment machen die Organisatoren dem PSV, „weil wir den Platz nutzen durften“, sowie dem Gerhart-Hauptmann- und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium, weil die Laufzeiten tagsüber abgedeckt wurden. Sportmannschaften oder freiwillige Feuerwehren, die selber auf Geld angewiesen sind, haben gespendet. Mehrere Firmen sponserten Läufer. „Hier sind Leute in Alltagssachen hergekommen, die es finanziell nicht so dicke haben. Die sind gelaufen und haben gespendet. In der Woche hat sich etwas Großartiges entwickelt. Laufen verbindet“, freuen sich Susann Wiedemann und Stefan Schröder.

Hoffmann Heiko

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