Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bildergalerien Für 35 Millionen Euro: Schöner reisen ab Bad Kleinen
Mehr Bilder Bildergalerien Für 35 Millionen Euro: Schöner reisen ab Bad Kleinen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:43 23.02.2018
Bagger im Einsatz: Die alte Tunnelanlage am Bahnhof in Bad Kleinen wird komplett abgerissen. Dafür wurde die neue, bunt-verglaste Fußgängerbrücke im Januar montiert. Auch die Bahnsteige 1 und 2 sind schon in Betrieb. Quelle: Michaela Krohn
Bad Kleinen

Sie ist der Hingucker in Bad Kleinen: Die neue Fußgängerbrücke auf der Mega-Baustelle des Bahnhofs ist seit ein paar Wochen in Betrieb und schillert fast wie ein Regenbogen. An anderer Stelle sind weitere Baufortschritte zu sehen: Auch die Bahnsteige 1 und 2 sind seit kurzem in Betrieb. Seit gestern funktioniert zudem die sogenannte Fahrgastinformationsanlage. Sie zeigt digital an, wann, welcher Zug wohin fährt. Und: In ein paar Wochen können sich die Bahnreisenden auch das Treppensteigen sparen. Dann endlich wird nämlich der erste Fahrstuhl in Betrieb genommen. Der Bahnhof in Bad Kleinen wird dann zum ersten Mal in seiner Geschichte komplett barrierefrei sein.

werden für den Umbau des Bahnhofs in Bad Kleinen ausgegeben. Im März soll dann auch der erste Aufzug in Betrieb gehen, im Dezember die nächsten beiden Bahnsteige. Auch der Bahnhofsvorplatz soll zusammen mit der Gemeinde neu gestaltet werden.

Bis es am 16. März soweit sein soll, steht Hilfspersonal der Bahn bereit. „Wir helfen den Gästen beim Tragen von Kinderwagen und Koffern“, erklärt Mitarbeiter Peter Marx. Die Fahrgäste würden das Angebot gern annehmen.

Zweiter Fahrstuhl kommt

Staunend steht indes ein Paar aus Bad Kleinen im Inneren der Fußgängerüberführung vor dem neuen Fahrstuhl, an dem derzeit noch gearbeitet wird. „Es wird auch Zeit, dass man hier Fahrstuhl fahren kann. Wir sind gespannt“, sagen sie.

Etwas knifflig ist die Installation der Fahrstühle schon. Denn: „Es gibt nur ein Unternehmen in Deutschland, das eine Lizenz hat, um Fahrstühle für die DB Netz AG zu bauen“, erklärt Andreas Kruse, DB-Arbeitsgebietsleiter aus Schwerin und verantwortlich für die Projektrealisierung am Bahnhof in Bad Kleinen. Daher müsse die Bahn manchmal länger auf die Fahrstühle warten. Ein zweiter Fahrstuhl soll zudem ebenfalls von der Brücke runter zu den künftigen Bahnsteigen 3 und 4 führen.

Fernverkehr wäre möglich

Die innenliegenden Gleise an den Bahnsteigen 2 und 3 sind dann jeweils 120 Meter lang, die äußeren 240 – „mit der Option auf Verlängerung“, betont Andreas Kruse. Wenn längere Züge bestellt würden, gäbe es in Bad Kleinen so die Möglichkeit für einen Halt.

Zurzeit halten einmal die Stunde – genau zur gleichen Zeit – zwei Züge in Bad Kleinen, einer aus der Richtung Lübeck über Grevesmühlen, einer aus Rostock kommend. Das wiederholt sich etwa 20-mal am Tag. „Die anderen Strecken werden gerade mit dem Schienenersatzverkehr – also Bussen – bedient“, sagt Andreas Kruse. Das funktioniere trotz stark ausgedünntem Fahrplan gut, vor allem, weil einige Busse auch von Bad Kleinen nach Schwerin durchfahren, andere halten auch in den kleineren Orten. Die Passagiere haben die Wahl.

Alter Tunnel verschwindet

Gut zu sehen vom Bahnsteig 2 sind zudem noch Zugänge zum einem alten Tunnel, der vielen Reisenden vor allem durch üblen Geruch und vielen Treppenstufen in Erinnerung ist. „Der werd komplett abgerissen und nicht einfach nur verfüllt“, erklärt Andreas Kruse.

Neu sind auch die Oberleitungen entlang der knapp zwei Kilometer langen Baustelle. Zudem wurden ein sogenannte Gleisfeldbeleuchtungsmasten aufgestellt. Die sollen alle Rangierbewegungen ausleuchten. „Das ist wichtig für den Arbeitsschutz am Bahnhof. So können sich die Mitarbeiter gefahrlos auch bei Dunkelheit zwischen den Gleisen bewegen“, so Kruse.

Im Dezember soll es dann soweit sein und der neue, umgestaltete Bahnhof soll mit allen Anlagen voll in Betrieb gehen. Die gute Nachricht: „Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan“, verkündet der Projektleiter. 35 Millionen Euro Planungs- und Baukosten hat die DB Netz AG insgesamt veranschlagt.

Der Bahnhofsvorplatz soll zusammen mit der Gemeinde neu gestaltet werden. „Wir unterstützen die Gemeinde mit der Erschließung des Platzes, helfen bei Fördermittelanträgen und bauen neue Fahrradständer“, sagt Andreas Kruse.

Michaela Krohn

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

23.02.2018

Sonnuntergänge, Ausblicke über die Stadt, Vögel und Eiskristalle - die schönsten Schnappschüsse unserer Leser aus der HansestadtWismar und der Region sind hier zu sehen.

22.02.2018
Bildergalerien Interessant für Investoren: - Uni will Altstadtvillen verkaufen

Die Greifswalder Hochschule setzt auf eine Konzentration ihrer Verwaltung und ihrer Fakultäten. Wertvolle Gebäude in bester Lage werden dadurch frei.

22.02.2018