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Bildergalerien BILDERGALERIE: So haben Grönemeyer und Marteria den Förster gerockt
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12:09 25.08.2018
Festival "Jamel rockt den Förster: Herbert Grönemeyer war am Freitag der große Überraschungsgast Quelle: Heiko Hoffmann
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Jamel/Wismar

Herbert Grönemeyer ist am Freitag beim Rockfestival „Jamel rockt den Förster“ aufgetreten und hat damit den Widerstand gegen Rechtsextremismus in dem Dorf zwischen Wismar und Grevesmühlen unterstützt. Er wolle den Veranstaltern den Rücken stärken und ein Signal setzen, sagte der 62-Jährige vor 1200 Zuschauern in Jamel, bevor er Songs wie „Die Härte“ und „Mensch“ sang.

Am ersten Tag des zweitägigen Festivals „Jamel rockt den Förster“ traten mit Herbert Grönemeyer und Marteria gleich zwei Stars aus der Musikszene in Jamel bei Wismar auf. Am Sonnabend geht das Festival weiter. Wer spielt, bleibt weiter geheim.

Am ersten Tag spielten außerdem Kafvka, Fatoni, Dritte Wahl und Kettcar. Gegen Mitternacht hatten dann der Rostocker Rapper Marteria und sein Kumpel Casper ihren großen Auftritt vor den begeisterten Fans. „Das ist doch der Wahnsinn, dass Grönemeyer und dann noch Marteria hier auftreten. Wie abgefahren ist das denn“, so die Schwerinerin Nele Baumann.

Bei dem Festival werden die Künstler vorab nicht bekanntgegeben. Damit wollen die Veranstalter den politischen Charakter des Festes hervorgehoben. Das ehrenamtlich organisierte Festival wurde 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, die sich seit Jahren gegen die rechtsextreme Szene in dem etwa 40-Einwohner-Dorf wehren.

In den vergangenen Jahren hatten unter anderem Die Toten Hosen, Bela B (Die Ärzte), Kraftklub, Fettes Brot und die Beatsteaks gespielt.

„Unser nicht-kommerzielles, ehrenamtlich organisiertes Festival soll in erster Linie zeigen, wie man sich - ganz entspannt und gewaltfrei - für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus und -populismus aussprechen kann“, so Horst Lohmeyer. Die 1200 Tickets seien seit Februar ausverkauft gewesen.

Zur Eröffnung am Freitagabend kam auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die auch Schirmherrin des Festivals ist. Sie würdigte das Wirken der Lohmeyers.

Horst und Birgit Lohmeyer – er Musiker, sie Schriftstellerin – übernahmen 2004 den idyllisch am Waldrand gelegenen Forsthof im Wismarer Umland. Das Dorf Jamel tauchte bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich mit negativen Schlagzeilen in der Öffentlichkeit auf. Die überwiegend rechtsextreme Dorfbevölkerung hatte Jamel in der Vergangenheit zu trauriger Berühmtheit verholfen. Dies sollte nicht so bleiben, beschlossen die beiden Lohmeyers und öffneten 2007 zum ersten Mal die Pforten ihres Forsthofes für Musikinteressierte.

Das Open Air Festival unter dem Motto „Rockmusik für Demokratie und Toleranz“ versammelte Bands der regionalen und überregionalen Musikerszene. Wer am Sonnabend auftritt, ist geheim. Weitere Überraschungen sind denkbar. Doch die Karten sind ausverkauft.

Ein Großaufgebot der Polizei sichert das Veranstaltungsgelände ab.

Hoffmann Heiko

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