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Bildergalerien Härte-Parcours mit ganz viel Spaß
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16:14 02.09.2018
Bei diesem Hindernis musste die Teilnehmer durch Wasser und Matsch unter quergelegten Gitterzäunen robben. Danach ging’s über einen Hügel hinab ins Modderloch. Quelle: Haike Werfel
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Neuhof/Wismar

„Es macht Spaß, wenn was im Weg ist“, sagt Heiko Winkler. Bei Mudder Island, dem Extremlauf auf der Insel Poel, hat er auf der 18 Kilometern 25 Hindernisse zu überwinden. Gemeinsam mit Daniel Fink (43) aus Babst ging der 45-jährige Poeler auf den Parcours. Nach einer Stunde und 48 Minuten sind die beiden im Ziel. Als eine der Ersten. Doch um Schnelligkeit geht es nicht bei diesem ungewöhnlichen Sportereignis. Da sind Teamgeist und Willensstärke gefragt. Welche Hindernisse sind besonders schwer? „Die vier Meter hohe Rampe schafft man nicht allein“, gibt Winkler zu. Und die Strohballen haben es in sich, sagen die Männer, die auch sonst viel Sport treiben. „Das ist unser Hobby, unsere Wochenendbeschäftigung.“ Aber Mudder Island war Premiere. „Letztes Jahr haben wir noch zugeschaut. Schön, dass es das gibt!“, lobt er die Veranstalter.

700 Frauen und Männer kamen am Sonnabend zum sportlichen Großereignis „Mudder Island“ auf die Insel Poel. Die Läufer hatten bis zu 25 Hindernisse zu bewältigen.

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Fast doppelt so viele Läufer wie 2017

Die sind beeindruckt von der Resonanz auf ihr sportliches Großereignis. 700 Frauen und Männer starten am Sonnabend, zwei Drittel über acht, die übrigen über 18 Kilometer. „Fast hundert Prozent mehr als letztes Jahr, als 380 mitgemacht haben“, erzählt Luise Nass erfreut. Sie und Vater Hauke sind die Initiatoren. Knapp 100 Ehrenamtliche helfen mit, darunter Sanitäter und zwei Ärzte. Nicht ohne Stolz berichtet die 25-Jährige von einem Team aus Österreich. „Damit sind wir sogar international.“

Warm-up vor dem Härte-Parcours

Alle 30 Minuten bereitet Fitnesstrainer Imad Ousaouri beim Warm-up zu rockiger Musik die Mannschaften auf den Härte-Parcours vor. Oder das „wunderbare Erlebnis der Hindernisstrecke“, wie es Moderator Heiko Settgast nennt. Die Teilnehmer wissen um die Herausforderungen, etwa eine Kletterwand und ein Feld mit herabhängenden Stromkabeln zu überwinden, durch Matsch und Tunnel zu kriechen, Wassergraben zu durchwaten und eine Rutsche ins Modderloch zu rutschen. Dennoch sind alle guter Stimmung, ist Lachen zu hören, leuchten die Augen. „Es macht einfach Spaß, an seine Grenzen zu gehen“, sagt jemand von den „Küstenkindern“, eine Laufgruppe mit 25 Frauen und Männer aus Wismar. „Wir machen mit, weil wir verrückt sind“, ruft einer dazwischen.

„Ein unglaubliches Erlebnis“

Eigentlich gehe es darum, den eigenen Schweinehund zu überwinden, meinen die Freunde um den Poeler Georg Koal. In dem Fünferteam sticht Sirko Scharf durch sein Outfit hervor: weißes Hemd, Krawatte und Kniestrümpfe. „Es soll ja Spaß machen“, sagt der Wismarer und grinst. Familienmitglieder feuern die wackeren Läufer an. Etwa an der Rampe, an der die meisten mehrere Anläufe brauchen. Groß ist der Jubel, wenn sie bezwungen ist. Dann gibt's Applaus von den Zuschauern.Klitschnass, aber überglücklich ist Katrin Remer (41) mit dem Team Wobau im Ziel. „Ich bin so high, dass ich's geschafft habe“, strahlt die Mitarbeiterin der Wohnungsbaugesellschaft Wismar. „Es ist ein unglaubliches Erlebnis! Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“

Haike Werfel

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