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Bildergalerien Kann Kunst die Welt retten?
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11:20 15.09.2017
Miro Zahra (v.l.) mit den Künstlern Forough Absalan, Paetrick Schmidt, .aufzeichnensysteme, Christine Hoffmann und Payvand - eine Berliner Freundin von Forough.
Miro Zahra (v.l.) mit den Künstlern Forough Absalan, Paetrick Schmidt, .aufzeichnensysteme, Christine Hoffmann und Payvand - eine Berliner Freundin von Forough. Quelle: Annett Meinke
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Plüschow

Der Titel des Projektes, an dem derzeit in den Ateliers des Mecklenburgischen Künstlerhaus Schloss Plüschow verschiedene internationale Künstler arbeiten, heißt tatsächlich: „Nur Kunst kann die Welt retten!“ Ein Titel, der ebenso die am Projekt beteiligten Künstler wie auch die Besucher des ersten öffentlichen Rundgangs durch die Ateliers am Sonnabend (16. September) im Schloss „durchaus herausfordern soll“, wie Miro Zahra, Leiterin des Künstlerhauses, augenzwinkernd erklärt.

Schloss Plüschow lädt am Sonnabend zu einem ersten Rundgang durch die Ateliers internationaler Künstler, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

„Allein die Tatsache, dass Forough Absalan aus dem Iran und Dafna Kaffeman aus Israel gemeinsam hier arbeiten können, macht die Welt doch schon gleich ein wenig besser“, findet Zahra - die im vergangen Jahr Künstlerhäuser in beiden Ländern besucht hat.

Auch bei den Arbeiten von „.aufzeichnensysteme“, einer in Wien lebenden Künstlerin, die ausschließlich unter diesem Namen in die Öffentlichkeit tritt, geht es, wie sie selbst sagt, auch eher um „das Kleine, dass groß sein kann. Ich empfinde mich mit allem, was ich wahrnehme, tue als eine Aufzeichnende“.

Paetrick Schmidt, der aus Wismar stammt und in Berlin lebt, und unter anderem Bilder entwirft, deren Ästhetik einem Comic entlehnt scheinen, arbeitet mit dem Widerspruch des Projekttitels zu seinem Empfinden, dass er als Künstler nicht wirklich viel zur Lösung der Probleme der Welt beitragen kann. „Die Frage, die ich mir manchmal stelle, ist, ob es das Universum überhaupt interessiert, ob wir die Welt an die Wand fahren, oder nicht?“, sagt Schmidt.

Die Teheranerin Forough Absalan arbeitet an einem Werk, in dem alles verknotet, verstrickt ist. „Ich habe so oft das Gefühl, nicht wirklich frei zu sein“, sagt sie und fragt sich, ob denn überhaupt irgendjemand in der Welt frei sein kann.

Christine Hoffmann, die in Brandenburg lebt, beschäftigt sich mit den Spuren die Künstler hinterlassen haben.

Ein erster Rundgang durch die Ateliers auf Schloss Plüschow und eine Begegnung mit den Künstlern im Schaffensprozess ist für Sonnabend, den 16. September, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geplant. Ein zweiter Rundgang ist noch einmal am Sonntag, dem 24. September, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr möglich.

Die Ausstellungseröffnung wird am Sonnabend, 30. Sept., um 17 Uhr auf Schloss Plüschow gefeiert.

Annett Meinke