Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bildergalerien Kulturhaus Zinnowitz: Viertel aller Wohnungen ist verkauft
Mehr Bilder Bildergalerien Kulturhaus Zinnowitz: Viertel aller Wohnungen ist verkauft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:37 23.10.2018
Im Theatersaal des Kulturhauses soll ein Schwimmbad entstehen. Darüber werden weitere Wohnungen gebaut. Diese kosten auf dem Dach des Hauses bis zu 5500 Euro netto pro Quadratmeter. Makler Andreas Budeck ist mit dem Verkauf der Wohnungen zufrieden. Quelle: Hannes Ewert
Anzeige
Zinnowitz

Andreas Budeck ist guter Laune. Wenn der Immobilienmakler über das Zinnowitzer Kulturhaus spricht, fallen in fast jedem Satz Wörter wie fantastisch, hervorragend, besonders, sensationell, Wahnsinn, grandios und auch toll. Der Bansiner ist für die Vermarktung der 86 Wohnungen zuständig, die in der Ruine aus DDR-Zeiten bis zum Jahr 2020 entstehen sollen. Wenn Budeck auf die Baustelle kommt und mit Interessenten redet, gestikuliert er viel mit den Händen, zeigt auf die Wände und versucht anhand von Simulationen, Papieren und der eigenen Vorstellungskraft zu verdeutlichen, was hier passieren soll. In 20 Fällen war er erfolgreich – Tendenz steigend.

28 Jahre herrschte im Kulturhaus Zinnowitz Stillstand. Seit Mai wird das Gebäude aus DDR-Zeiten entrümpelt. 750 Tonnen Schutt kamen bereits zusammen. Wie Makler Andreas Budeck berichtet, kommt auch der Verkauf der Wohnungen gut voran.

66 weitere Wohnungen sollen noch verkauft werden. Gerade am vergangenen Wochenende unterzeichneten zwei Paare die Kaufverträge für ihre Wohnungen. Auftragsvolumen: rund eine Million Euro. „Oft kommen die Interessenten aus den neuen Bundesländern. In der Regel haben sie einen Bezug zur Region, zum Ort oder sogar zum Kulturhaus “, erklärt er.

„Das Objekt bietet durch die Größe so viele unterschiedliche Lagen, die auch jeweils ihre Vorteile haben. Normalerweise verkaufen sich die Immobilien immer von oben nach unten. Das war auch teilweise in diesem Fall so“, sagt er. Rechts neben dem Foyer sollen zum Beispiel zwei 100 Quadratmeter große Wohnung entstehen. „Die Abtrennung wird bei den Pfosten sein. Der Eingangsbereich ist vollverglast. Das Dach wird aufgetrennt und dann führt eine Treppe über ein Patio hinauf auf die Dachterrasse. Hier vorne liegen Kieselsteine und kleine Pflänzchen“, so Budeck.

Szenenwechsel: Andreas Budeck steht mitten im ehemaligen Theatersaal. Dort, wo früher Aufzeichnungen für das DDR-Fernsehen gemacht wurden, soll ein Spa- und Wellnessbereich gebaut werden. Allerdings aufgrund der Größe nur für die Hausgäste. „Man möchte die Räumlichkeiten des Theatersaals nicht in kleine Stücke zerteilen. Wenn man sich im Inneren befindet, soll der Bewohner noch das Gefühl haben, als würde er sich in dem großen Theatersaal befinden“, erklärt er. Über dem Schwimmbad wird eine Decke eingezogen, durch diese soll ein großes Raumgefühl entsteht. Hinzu kommt eine große Glaswand an der Seite, die viel Licht in das Schwimmbad lässt. Über dem Becken wird es nochmals Wohnungen geben. Drei Interessenten haben sich bereits gemeldet, die kurz vor dem Kaufabschluss stehen. Es sind die teuersten Wohnungen: 5500 Euro netto pro Quadratmeter. Fläche: rund 100 Quadratmeter.

Fünf Jahre arbeitet Andreas Budeck bereits am Kulturhaus. Aber erst seit einem Jahr darf er Wohnungen verkaufen. „Es gab mehrere Zäsuren. Alleine die Bebauungsplananpassung auf die Reglementierung für die Nutzung von Ferienwohnungen hat uns eineinhalb Jahre Zeit gekostet, in der wir nicht verkaufen konnten. Aber die Kunden zeigten sich trotzdem interessiert. Das ist für uns Makler dennoch sehr schwierig, die Zeit zu überwinden“, erklärt er.

Andreas Budeck, der seit mehr als 20 Jahren in der Region Ferienwohnungen und Immobilien vertreibt, ist sich sicher, dass alle Wohnungen im Zinnowitzer Kulturhaus einen Käufer finden. „Bei einigen Menschen ist das Geld vorhanden, teilweise auch in jungen Jahren, weil sie geerbt haben“, sagt er. Bei einer Ferienwohnung wäre eine Auslastung in der Lage von mehr als 190 Tagen möglich, erklärt er. Für ihn ist es eine sichere Sache, in Immobilien zu investieren.

„Gerade auf Usedom haben die Preise nur eine Richtung: nach oben.“ Nicht eine Krise konnte den Markt durcheinanderwirbeln. „In den Kaiserbädern kratzen wir bei einigen Immobilien bereits an der Grenze von 7000 Euro pro Quadratmeter. Was manchmal bezahlt wird, ist nicht mehr gesund“, sagt Budeck.

Hannes Ewert

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

23.10.2018

Viele Katzen warten beim Tierschutzbund auf Vermittlung. Am Mittwoch wird es einen Tag der offenen Tür geben, bei dem sich Katzenfreunde einen neuen Vierbeiner aussuchen können. Hier schon mal eine Auswahl der Katzen, die aktuell ein Zuhause suchen.

22.10.2018

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

22.10.2018