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Bildergalerien CSD: Tausende feiern Fest der Toleranz
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17:14 22.07.2018
Zogen die Blicke auf sich: Travestiekünstlerin Tatjana Taft aus Wolfsburg posiert mit einer Freundin vor dem Rostocker Rathaus. Taft verkleidete sich als lebende Flamme. Quelle: André Wornowski
Rostock

Mehr als 3000 Menschen sind am Sonnabend beim Christopher Street Day (CSD) mit zum Teil bunten Kostümen und lauter Musik durch die Rostocker Innenstadt gezogen. Sie demonstrierten unter dem Motto „Akzeptanz beginnt im Kopf – kein Schritt zurück!“ für mehr Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.

Mehr als 3000 Menschen sind beim „Christopher Street Day“ in Rostock auf die Straße gegangen, um für mehr Toleranz zu demonstrieren. Veranstalter und Polizei sprechen von einem neuen Teilnehmerrekord.

Rostock zeigt sich heute so, wie ich es am liebsten habe: bunt, quirlig, etwas schräg, vor allem aber tolerant und weltoffen“, sagte Landes-Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). Sie forderte die Teilnehmer auf, das Leben und die Liebe zu feiern.

Stadtpräsident schwärmt von unglaublicher Stimmung

Veranstalter und Polizei sprachen von einem neuen Teilnehmerrekord. „Wir sind überwältigt von der Stimmung und der Reichweite der Demonstration“, sagte Max Rentner, Sprecher des CSD Rostock.

Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) schwärmte von einer unglaublichen Stimmung: „Das hat unsere Stadt lange nicht erlebt, der Neue Markt bebt.“ Er sei stolz, dass die Hansesatdt ein so starkes Zeichen für Toleranz und bunte Gleichberechtigung setze. „Wir müssen in unserer Gesellschaft das Potenzial aller Menschen nutzen“, betonte Nitzsche, der Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung ist.

CSD ist jünger und bunter geworden

Aus Sicht der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Kröger (Linke) ist der CSD in diesem Jahr vor allem jünger und bunter geworden. Sie mahnte, dass in Zeiten des wachsenden Rechtspopulismus auch Homo- und Transphobie zu nehmen würden. „Wir müssen daher wieder lauter sein und für Toleranz kämpfen“, so Kröger.  

Zum Auftakt der Veranstaltung gab es auf dem Neuen Markt eine Podiumsdiskussion mit jungen Politikern und Sozialministerin Drese (SPD). Im Anschluss zogen mehrere Gruppen mit eigenen Wagen zwei Stunden lang durch die Innenstadt. Vertreten waren hier unter anderem Parteien (SPD, Linke, Grüne, FDP), der Lesben- und Schwulenverband sowie Studentenvertreter.

Vollständige Gleichberechtigung gefordert

Zwar konnten Schwule und Lesben vergangenes Jahr politische Erfolge wie die Ehe für Alle feiern, dennoch sehen die Aktivisten weiter Handlungsbedarf. Zumal es in der Vergangenheit wieder vermehrt zu Gewalt gegen Homo- und Transsexuelle Menschen gekommen sei. Die Demonstranten forderten eine vollständige Gleichberechtigung von Homo- Bi- und Transsexuellen.

Der CSD erinnert an den 27. Juni 1969, als sich Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten in der New Yorker Christopher Street öffentlich gegen Polizeiwillkür wehrten.

Wornowski André

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