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12:29 03.09.2018
Beim Traktor-Pulling anlässlich des Oldtimer- und PS-Raritäten-Treffens zogen die Teilnehmer die landwirtschaftlichen Maschinen. Quelle: Daniel Koch
Dorf Mecklenburg

Hunderte Liebhaber und Fans von Oldtimern und anderen PS-starken Raritäten kamen am Wochenende nach Dorf Mecklenburg. Bereits zum 27. Mal hatte das Agrarmuseum des Landkreises Nordwestmecklenburg zur Technikschau mit Fahrzeugen aus vergangenen Jahrzehnten eingeladen. Schon auf dem Vorplatz gingen die Besucher auf eine kleine Zeitreise. Da standen sie wieder, die Trabis und Wartburgs, die Simson-Mopeds und MZ-Motorräder. Einst waren sie ersehnt, später dann gehasst und wurden verstoßen – mittlerweile sind sie wieder für viele ein nur schwer erfüllbarer Traum geworden. Schwerpunkt des diesjährigen und in Kreisen von Oldtimerfans bereits zur guten Tradition gewordenen Treffens waren aber wieder die Nutzfahrzeuge, Traktoren und landwirtschaftliche Technik, die man hinter dem Gebäude des Museums bewundern konnte.

Oldtimer, PS-Raritäten, alte Technik und viel Show gab es beim 27. Treffen im Kreisagrarmuseum Dorf Mecklenburg bei Wismar.

200 Oldtimer-Besitzer dabei

Über die rege Beteiligung freute sich Museumsdirektor Dr. Björn Berg. „Insgesamt sind wieder etwa 200 Teilnehmer unserer Einladung gefolgt“, so Berg. Er sieht auch für die kommenden Jahre noch weiteres Potential, gibt aber auch zu, dass es nur sehr schwer sei, an die ersten Treffen vor 26 Jahren anzuknüpfen. „Das liegt nicht am mangelnden Interesse an den Fahrzeugen und der Thematik, sondern ganz einfach daran, dass es mittlerweile auch in unserem Land eine große Anzahl ähnlich gelagerter Veranstaltungen gibt“, schätzte Dr. Berg ein und ergänzte: „Umso dankbarer sind wir nicht nur den zahlreichen Besuchern für ihr Interesse, sondern auch den vielen Fahrzeugbesitzern für ihre ständige Teilnahme.“

„Alte Technik ist unverwüstlich“

Viele dieser Oldtimerfreunde besitzen ihre vierrädrigen Schätze bereits seit Jahren, hegen und pflegen sie liebevoll. So auch Kurt Demuth aus Dechow. Viele Jahre hatte der jetzt 83-Jährige mit dem kleinen, bereits 1957 in München gebauten, Traktor vom Typ „Bungartz T5“ geliebäugelt, umso größer war seine Freude, als sein damaliger Chef ihm den stark reparaturbedürftigen Traktor schenkte. „Da steckt viel Arbeit drin, aber diese alte Technik ist unverwüstlich“, so der ehemalige Traktorist, und bewies den staunenden Zuschauern, dass er damit einen Wendekreis mit einem Außendurchmesser von 3,60 Meter fahren kann.

17-Jähriger baut sich Traktor

Mehr als 500 Stunden und fast ein Jahr Arbeit hatte der 17-jährige Jan-Luca Bremer aus Dorf Mecklenburg hingegen investiert und sich seinen Traktor selbst gebaut. Stolz präsentierten er und sein Kumpel Norbert Schulz das Ergebnis auf dem diesjährigen Treffen. „Fertig bin ich aber noch lange nicht, da wird noch einiges an- und umgebaut“, so Bremer. „Nee, einen Zündschlüssel hat und braucht der auch nicht, sondern die hier“, so Norman Poschwatta lachend und zeigte auf eine brennende Lötlampe, die er unter dem Motorblock seines Lanz Bulldog „Typ Ackerluft“ von 1938 platzierte. Kurze Zeit später nahm er die Lenkstange samt Lenkrad und kurbelte damit den Motor an. „Läuft“, so der Schweriner zufrieden lächelnd.

Show mit Traktor-Pulling

Während beim Traktor-Pulling Kraft und Ausdauer der Teilnehmer erforderlich waren, die im Wettkampf zwei Traktoren zogen, mussten die Konkurrenten beim „Flaschenköppen“ Geduld, Können und Geschicklichkeit aufbringen, um mittels Traktor Bierflaschen zu entkorken. Reinhard Stieglitz aus Metelsdorf hatte dafür eigens eine hydraulische Vorrichtung gebaut, und jede gelungene Flaschenöffnung wurde seitens der vergnügten Zuschauer mit Beifall belohnt. Am Sonnabend machte sich dann noch ein Konvoi von Traktoren und Nutzfahrzeugen auf den Weg ins benachbarte Metelsdorf. Denn dort wurde zeitgleich das Erntefest des Ortes gefeiert.

Daniel Koch

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