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Bildergalerien Museumsbau hat viele Nerven gekostet
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15:51 02.07.2018
Begrüßt wurden die Gäste von Kristian Fleischhack (Bauleiter beim Architekturbüro Angelis & Partner) und von Museumsleiterin Corinna Schubert, beide in Gestalt von Hinrich Schabbell (1531-1600, Erbauer und Namensgeber des Schabbellhauses) und Ehefrau Anna Dargun (1535-1596), sowie von Museumsmitarbeiterin Karen Hammer als Magd. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

„Ende gut, alles gut. Das Museum gefällt mir sehr gut.“ Gunda Bischoff wohnt seit 1999 neben dem Stadtgeschichtlichen Museum. In den letzten Jahren hat sie einiges an Baulärm und Beeinträchtigungen ertragen.

Das „Schabbell“ in Wismar ist endgültig fertig. Mit einem Empfang hat sich die Stadt bei allen bedankt, die am Bau beteiligt waren.

Darum fand sie es gut, dass auch Nachbarn und Grundstückseigentümer in den Hof des Museums eingeladen wurden. Damit wollte sich die Stadt bei Planern, Gutachtern, Firmen, Bauleuten, Restauratoren sowie den am Projekt beteiligten Mitarbeitern der Landesdenkmalpflege und der Hansestadt für ihre Leistungen und ihre Geduld bedanken.

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„Am Ende ist dann alles gut“, mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) die rund 100 Gäste. Er ließ das Projekt Revue passieren. Rund 15 Millionen Euro haben Sanierung und Ausstattung gekostet. Zehn Millionen Euro kamen über ein Bundesprogramm für Unesco-Welterbestätten. Letztlich wurde es teurer und dauerte länger als erhofft bis zur Wiedereröffnung am 22. Dezember 2017. Jetzt sind auch die Außenanlegen fertig.

Onno Folkerts, Chef des Architekturbüros Angelis & Partner, erzählte von blank liegenden Nerven und viel Ärger. „In meinen 38 Jahres war es das schwierigste Projekt.“ Gestern konnte auch Folkerts wieder lachen.

Vier historisch wertvolle Gebäude und ein neuer Verbindungsbau bilden jetzt den neuen Museumskomplex. Die Ausstellungsfläche wurde nahezu vervierfacht. Mehr als 2200 Exponate und die Häuser selbst erzählen die Geschichte Wismars.

Gründe, dass das Vorhaben teurer wurde, waren unter anderem Architektenwechsel, Bauverzögerungen und bauliche Unwägbarkeiten bei den Altbauten. Im Mai 2010 war das Museum an der Schweinsbrücke in der Altstadt geschlossen worden. Erst sieben Jahre und sieben Monate später konnte am 22. Dezember 2017 die Eröffnung gefeiert werden. Eine Art Weihnachtsgeschenk der Stadt - wenn auch drei Jahre später als ursprünglich geplant.

Hoffmann Heiko