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Bildergalerien Musikmeile: Sieben Bands in sieben Kneipen
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16:33 14.10.2018
3. Stralsunder Musikmeile. Quelle: CHRISTIAN_ROEDEL
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Stralsund

Orale Phase oder besser Ekstase in einer heißen Musiknacht: Mit seiner Zunge liebkoste Senah Leo vor aller Augen die zarten Saiten seiner „Fender Stratocaster“ am Sonnabend zu vorgerückter Stunde im Restaurant „Burwitz“ am Alten Markt. Der dunkelhäutige Frontmann des Quartetts „Nyabinghia“ gleicht fast wie ein Abziehbild seinem großen jamaikanischen Idol Bob Marley mit dessen unverwechselbaren Dreadlocks und spielte während der 3.<TH>Stralsunder Musikmeile eine E-Gitarre, die nicht von dieser Welt zu sein schien. Der in Togo aufgewachsene und heute in Berlin lebende Afrikaner bezeichnet sich selbstironisch als „Bob Marley vom Prenzlauer Berg“ und zelebriert die Songs des Reggae-Altmeister aus Jamaika auf fulminante Weise. Im proppevollen „Burwitz“ gerieten die Fans des Berliner Gitarrenmeisters vom Prenzlauer Berg außer Rand und Band. Neben Reggae spielte die bestens aufeinander abgestimmte Band auch lupenreinen Ska, Funk, Blues und Hip-Hop, der die Besucher elektrisierte.

3. Stralsunder Musikmeile: Hunderte Besucher erlebten am Sonnabend in Stralsund eine abwechslungsreiche Nacht mit sieben Bands in sieben Kneipen.

Die auf Ost-Rock-Klassiker abonnierte Stralsunder Band „Lebenszeit“, benannt nach einem Erfolgshit der Puhdys, sorgte in der Kellerkneipe „Scheels“ für ein volles Haus. Auch hier sprang schnell der Funke auf das Publikum über. Unter den vielen Gästen im „Scheels“ war auch der ehemalige Stralsunder Siegfreid König, der heutzutage in Nürnberg lebt. „Ich habe extra meinen Heimaturlaub in Stralsund verlängert, um die alten Musikerkollegen zu erleben, mit denen ich als Amateur gespielt habe“, sagte der Endfünfziger. Mit dem Stralsunder Trio Pegasus ist „Siggi“ König dereinst auf Tour gewesen und hat als Leadsänger und Gitarrist erstklassige Livemusik gemacht. Mit Steffen Rausch, dem mittlerweile schon legendären Blues-König Stralsunds, ist Köing immer noch gut befreundet. Um Steffen „Blues-Rausch“ auf der MS „Altefähr“ zu erleben, mussten die Musikmeilengäste etwas Geduld mitbringen, denn die Plätze auf dem Fahrgastschiff waren heiß begehrt. Mit zwei befreundeten Sessionmusikern spielte Blues-Rausch an Bord auf und zog wieder alle Register seines Könnens am Keyboard.

Einen besonderen Kollegen hatte Rausch aus der Hauptstadt an den Strelasund verpflichtet: Der Berliner „Prince of harp“, mit bürgerlichem Namen Andreas Teuber, hatte einen Koffer voll mit Blues-Mundharmonikas an Bord verfrachtet, um auf ihnen alles zu geben. Teuber hat mit dem viel zu früh verstorbenen Blues-Mundharmonikaspieler Stefan Diestelmann in der 80-er Jahren auf unzähligen Konzerten gespielt.Die am schönsten illuminierte Kneipe war die kürzlich eröffnete Hafen-Pinte „Fährtrade“ an der Fährbrücke 3, wo das Duo „Sconehand“ Songs von Jonny Cash und anderer Folk-und Rockgrößen coverte. Insgesamt erlebten die vielen hundert Musikmeilen-Besucher eine höchst abwechslungsreiche Nacht, die von dem Stralsunder Chef-Organisator Fiete Blümel wieder einmal optimal vorbereitet wurde. Wegen eines kurzfristig anberaumten Konzertes der Rostocker Band „Bad Penny“, wo Blümel am Schlagzeug sitzt, konnte er am Wochenende nicht vor Ort sein.

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