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Bildergalerien Norddeutschlands bedeutendste Wasserburg
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16:03 14.09.2018
Die Wasserburg Spantekow ist derzeit eingerüstet Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die Wasserburg in Spantekow ist eines der wichtigsten Denkmale Vorpommern-Greifswalds. Sie gilt als älteste und bedeutendste Anlage der Renaissance in ganz Norddeutschland. Spantekow ist ein potenzieller Besuchermagnet. Aber die Sanierung kostet viel Geld,  eine große Idee für eine neue Nutzung fehlt.

Im 16. Jahrhundert war Ulrich von Schwerin einer der einflussreichsten Männer Pommerns und sehr vermögend. Er ist der Bauherr der Wasserburg Spantekow (Vorpommern-Greifswald). Ein Nachkomme hat sie 1999 zurückgekauft.

Gebaut wurde die Wasserburg Spantekow 1558 bis 1567 durch Ulrich von Schwerin (um 1500 bis 1575), einem der einflussreichsten Männer des Herzogtums Pommern-Wolgast seiner Zeit und zudem sehr vermögend.

Die Burg Spantekow hat die Kriege zwischen Brandenburg und Schweden nach dem Dreißigjährigen Krieg nicht unbeschadet überstanden. Kurfürst Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst, 1620 bis 1688) ließ 1677 nach der Einnahme Spantekows die Festung schleifen. Das Herrenhaus wurde 1899 und 1901 umgebaut. Damals erhielt der Treppenturm eine barocke Haube und der zentrale Teil des Gebäudes wurde aufgestockt und mit einem Volutengiebel geschmückt.

Im Moment kann die Burg wegen laufender Bauarbeiten nicht besichtigt werden. Aktuell läuft die Sanierung des Dachs des Haupthauses. Allerdings fehlen rund 300000 Euro, um neue Ziegel zu verlegen. Immerhin ist das Dach dicht. Das des Wirtschaftsgebäudes bekam schon neue Ziegel.

1999 hat der der Enkel des letzten Besitzers zum Zeitpunkt der Bodenreform Hans Bone von Schwerin, Kaspar Freiherr von Harnier, das Burgareal zurück erworben. Mit seiner Frau wohnt er inzwischen im früheren Gärtnerhaus.Der 80-Jährige von Harnier bemüht sich nun seit fast zwei Jahrzehnten um eine Sanierung und eine neue Nutzung.  Vor 1945 wurden für den Unterhalt die Erträge der Land- und Forstwirtschaft des rund 2500 Hektar umfassenden Spantekower Besitzes verwendet.Der Traum von einer 35-Millionen-Euro-Investition für ein 120-Betten-Hotel mit Gastronomie, Brauerei, Sportanlagen und Wohnungen ist inzwischen ausgeträumt. „Das war zu hoch gegriffen“, schätzt von Harnier ein. Er setzt jetzt auf kleine Schritte, stellt sich eine neue Nutzung als Veranstaltungsstätte vor, zum Beispiel für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Dafür würde sich insbesondere das Wirtschaftsgebäude eignen, das 300 bis 500 Menschen Platz bietet. Auch ein Museum kann er sich ebenso vorstellen wie Ferienwohnungen. „Im Haus sind 30 bis 40 Zimmer.“

 „Als wir Spantekow übernommen haben, war das Haus in einem grauenhaften Zustand“, erzählt von Harnier. „Es völlig verwohnt, Böden waren durchgefault, so dass man durchbrechen konnte.“ Zu DDR-Zeiten war das Wohngebäude ein Pflegeheim.Immerhin hatten ABM-Kräfte schon die Kasematten und das Verlies von Müll befreit und Aufräumarbeiten durchgeführt. 2009 unterstützte das Land die Ausschachtung der Krypta der 1748 abgebrannten Burgkirche und die Wiederherstellung der Gewölbe. Und 2015 wurde Reste der Mauern der mittelalterlichen Burg, also des Vorgängers der Renaissanceanlage, saniert. So gesehen hat sich seit 1999 einiges getan.

Oberdörfer Eckhard

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