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Bildergalerien Thomaskirche glänzt mit neuem Gewölbe
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21:03 01.10.2018
Das Gewölbe der Tribseeser Kirche strahlt wieder.
Das Gewölbe der Tribseeser Kirche strahlt wieder. Quelle: Ines Sommer ...
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Tribsees/Stralsund

Vorbei die Zeit der Dunkelheit in der Tribseeser Kirche, denn seit Montagabend strahlt St. Thomas wieder Helligkeit und Wärme aus. Nach einer umfangreichen Gewölbesanierung und der Restaurierung der Fenster wurde das 700 Jahre alte Gebäude mit einem Festgottesdienst eingeweiht. Rund 550 000 Euro kostete das Projekt, das sich in die umfangreichen Maßnahmen der Kirchensanierung als fünfter Abschnitt einreiht.

Die Kirche in Tribsees (Vorpommern-Rügen) wurde am Montag nach aufwändiger Sanbierung von Gewölbe und Kirchenfenstern wieder eröffnet. Zu den Gratulanten gehörte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Mit dem neuen, strahlenden Gewölbe hat die Kirche Glanz und Würde zurückbekommen. St. Thomas ist jetzt wieder ein Ort der Ruhe und Geborgenheit. Dabei sollten wir auch an die Generationen vor uns denken, die hier schon Schutz und Hilfe suchten. War die Kirche doch immer ein Ort der Gemeinschaft. Und natürlich wollen wir, dass dies auch in den kommenden Jahrhunderten so bleibt“, sagte Pastor Detlef Huckfeldt. Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU) betonte, dass Kirchengemeinde und Stadt immer gut zusammengearbeitet haben. Ob Kirchplatzsanierung oder das Wiederaufstellen des goldenen Wetterhahns, mit vielen Maßnahmen habe man gezeigt, dass sich Tribsees zur pommerschen Historie bekennt. „Unsere Kirche ist ein Ort für alle Tribseeser, und das sollte auch in Zukunft so bleiben. Wir sollten uns nicht von Rückschlägen aufhalten lassen.“ Das Stadtoberhaupt hatte noch einen schönen Vergleich parat, den es als Historien-Fan in der Literatur entdeckt hatte: „Die Kirche Tribsees ist wie eine Glucke, die über ihre Küken, nämlich die vielen kleinen Häuser, wacht.“

Doch natürlich hatten die Hunderte Menschen in der Kirche – mehr als zu jedem Weihnachtsgottesdienst – auf einen ganz anderen Moment gewartet: Sie wollten ihre Bundeskanzlerin sehen und hören. Angela Merkel bedankte sich nicht nur für die Einladung zur Wiedereröffnung der Kirche. „Es ist schön, dass wir als Bund Sie dabei unterstützen konnten, dass die Spuren der Vergangenheit bis heute wirken können“, so die CDU-Politikerin, die sich als Bundestagsabgeordnete für die Kirche in Tribsees stark gemacht hatte. „Ich danke Ihnen allen für Ihren Einsatz, auch wenn ich weiß, dass noch einige Bauabschnitte folgen. Thomas ist ja der Schutzpatron der Tischler und Zimmerer. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen dafür, dass es mit den Bauarbeiten auch weitergeht.“ Die Kanzlerin genoss es sichtlich, wieder in ihrem Wahlkreis zu sein. Fernab von allen Berliner Querelen ließ sie sich nicht nur kurz durch die Kirche führen, sie hatte auch Zeit für kurze, aber entspannte und nette Gespräche.Die Bauarbeiten sollen weitergehen. Im sechsten Abschnitt wird der Turm saniert. Phase 7 und 8 werden auch schon vorbereitet, wie Planerin Andrea Klein vom Büro Klein und Wagner aus Borkow erklärte.

In den Abschnitten 1 bis 4 wurden seit 2014 Mauerkrone und Deckenbalkenlage, Dach, Chor und ein Teil der Fenster aufgearbeitet. Eine Millionen-Investition, bei der die Kirchengemeinde von der Stiftung Denkmalschutz, vom Bund, aus EU–Töpfen und mit Geld der Pommerschen Evangelischen Kirche unterstützt wurde. Doch auch viele kleine Spender haben sich an den Projekten beteiligt.

Und das wurde am Montagabend in der Kirche gefeiert – mit Trebelmusikanten, Kirchenchor, Musik der Christenlehre-Kinder und mit dem Posaunenchor Kirch Baggendorf, in dem übrigens der ehemalige Landrat Wolfhard Molkentin kräftig mit musizierte.

Sommer Ines