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07:00 30.11.2019

Diese Menschen aus MV werden für ihr Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet

Die Rostockerin Gudrun Buse ist seit 22 Jahren Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins. Sie berät Betroffene und organisiert Veranstaltungen. „Die Beratung ist sehr wichtig und gibt den Betroffenen Hoffnung“, sagt sie. „Uns müssen sie nicht erklären, welche Probleme sie haben, denn die haben wir auch. Außerdem sehen sie bei uns, wie viel man auch mit einer Sehbehinderung machen kann – das Leben ist nicht vorbei.“ Die 60-Jährige weiß, wovon sie spricht: 1988 wurde bei ihr ein Gendefekt der Netzhaut festgestellt. Ihr Gesichtsfeld ist stark eingeschränkt. Rostock sei allgemein gut aufgestellt, was die Hilfe für Blinde und Sehbehinderte angeht. „Im öffentlichen Raum hat sich viel getan“, sagt sie. „Ampeln mit Akustik, Außenansagen an Straßenbahnhaltestellen, die sagen, welche Bahn gerade einfährt und Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln hatten wir früher nicht.“

Quelle: Katharina Ahlers

Norbert Koch, seit den 1990er Jahren selbstständiger Unternehmer mit einem Fahrzeugservice in Grevesmühlen, gehört seit mehr als 15 Jahren zur Lidahilfe in Grevesmühlen. Inzwischen leitet er die Hilfsorganisation, die zum DRK Nordwestmecklenburg gehört, seit mehreren Jahren. Der 61-Jährige ist nicht nur der Kopf und Koordinator der Aktion, die es seit 1993 gibt, er ist das Herz der Initiative. Die Lidahilfe versorgt in Weißrussland Krankenhäuser, Kinderheime und Sozialämter mit Möbeln, Kleidung und medizinischem Material aus ganz Deutschland. Er stellt nicht nur die Lastwagen für die Transporte, die zweimal im Jahr für jeweils eine Woche stattfinden, auf seinem Firmengelände befinden sich auch die meisten Lagerräume für die Hilfsgüter. Der Vater von zwei Kindern ist mittlerweile Großvater und immer dann zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Sei es in Form von Lastwagen, Lagerräumen oder ein paar helfenden Händen für Aktionen in Nordwestmecklenburg.

Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Dirk Möller hat viele Ideen. Und die meisten davon setzt der Projektkoordinator des SV Blau-Weiß Grevesmühlen auch um. Ob es um Behindertensport geht, um Turnen, um Kurse für ältere Menschen, um Sportfeste oder Ferienfreizeiten, der 58-Jährige lässt sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen. Der mit rund 800 Mitgliedern größte Sportverein der Region lebt von Förder- und Spendengeldern. Und die einzuwerben, ist nicht immer einfach. Doch einfach kann eben jeder. Dirk Möller macht auch das Unmögliche möglich. Durch seine mitreißende Art und die Fähigkeit, Menschen jeder Altersgruppe für Sport und Bewegung zu begeistern, öffnet er viele Türen.

Quelle: Michael Prochnow