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07:00 30.11.2019

Diese Menschen aus MV werden für ihr Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet

Das Jagdhorn begleitet Ines van den Berg-Redepenning schon seit Kindesbeinen. „Als ich sieben war, habe ich in Huckstorf einen Auftritt mit Karl Sandmann gesehen, der ist heute schon über 90 Jahre alt“, denkt sie zurück. Der habe sie mit dem Musikvirus infiziert. Sie erlernte das Blasen auf dem Jagdhorn, ab der fünften Klasse auch das Akkordeonspiel und absolvierte zudem noch am Konservatorium den Trompeten-Abschluss. Hier sei wieder Karl Sandmann ins Spiel gekommen, der sie bat, eine Bläsergruppe aufzubauen. „Er hat sechs Jagdhörner besorgt, ich die Kinder aus dem Dorf abgegriffen. Los ging’s.“ Seit 1997 leitet Ines van den Berg-Redepenning nun Kindergruppen. „Das sind nachwachsende Rohstoffe“, scherzt die Landwirtin, die zusammen mit ihrem Mann Hendrik Jan, einem Holländer, nach dem Tod ihres Vaters den Familienbetrieb fortführt. Das Paar hat zwei Töchter, elf und neun Jahre alt. „Die spielen natürlich Jagdhorn, das ist ein Gendefekt“, sagt die 48-Jährige und lacht.

Quelle: Doris Deutsch

Wenn Ulrike Pfennig ihr ehrenamtliches Engagement aufzählt, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, ob der Tag dieser Frau wohl mehr Stunden hat als üblich. Seit 25 Jahren ist sie Gemeindevertreterin, seit 26 Jahren Leiterin des Velgaster Chors, seit 20 Jahren Präsidentin des Velgaster Carneval Clubs (VCC), sie ist Vorsitzende des Kirchengemeinderats und im Hausärzteverband tätig. Woher nimmt sie die Energie für all diese Aufgaben, neben ihrem Beruf als Hausärztin? „Ach, das kommt einfach so“, sagt sie. Der Grund, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist für sie nicht nur die Freude an der Sache, sondern vor allem auch „das Gegenspiel zu den Sorgen und Problemen des beruflichen Alltags.“ Nicht zuletzt mag sie es nicht, wenn nur genölt wird. „Man muss auch einfach mal machen, es gibt so viele Möglichkeiten“, sagt sie energisch.

Quelle: Helmut Augustyniak

Noch immer rätselt Astrid Rose, Vorsitzende des Vereins „Ostseetanz Greifswald“, darüber, wer sie für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen hat. Ohne sie und ihr Engagement gäbe es den Tanzverein in seiner heutigen Form wohl nicht. Über Zehn Jahre ist es her, als Rose mit ihrem Mann und Tanzpartner und einigen Freunden den Verein gründete. Als Turniertänzer, die bis heute auf Landes- und sogar Weltmeisterschaften antreten, brauchten sie dringend einen geeigneten Ort zum Trainieren. „Die Vereinsgründung hat sich quasi aus der Not ergeben“, erinnert sich Rose. Heute sind es knapp 700. Mit einem derartigen Zulauf hätten Rose und ihre Freunde damals nicht gerechnet. „Wir schätzten, dass bei 300 die Kapazitätsgrenze erreicht und die Kosten für den Vereinsbetrieb gedeckt wären“, so Rose. Doch der Verein wuchs stetig weiter und neue Räumlichkeiten für die insgesamt 40 Tanzgruppen und 25 Trainer mussten her. Mittlerweile trainieren sie in sieben Sport- und Tanzhallen in ganz Greifswald.

Quelle: Flemming Goldbecher