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07:00 30.11.2019

Diese Menschen aus MV werden für ihr Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet

Die unermüdliche Arbeit für eine blühende Gartenlandschaft in Stralsund zeichnet Erika Lachowski (2.v.l.) besonders aus. Seit 1978 ist sie im Kleingartenverein Vogelsang aktiv. Von 1986 bis heute leitet sie ehrenamtlich den Vorstand der Sparte. Als ein anderer Kleingartenverein der Stadt vor der Insolvenz stand, zögerte die heute 76-Jährige nicht und übernahm als gerichtlich bestellte Vorsitzende zusätzlich noch dessen Leitung in unruhigen Zeiten. Außerdem vertritt sie bereits seit 1980 die Interessen aller Kleingärtner am Sund sowohl im städtischen Kleingartenausschuss, als auch als Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes der Gartenfreunde.

Quelle: Marlies

Ulrich Klawitter legt sofort die Karten auf den Tisch: „Seit meinem 13. Lebensjahr habe ich getrunken, mit 29 Jahren war ich durch die Sucht lebensuntüchtig. Zwei Jahre lang habe ich als Assi auf der Straße gelebt, war obdachlos, von der Familie verstoßen, mehrfach im Knast.“ Der Alkohol habe sein Leben bestimmt, erzählt der 68-Jährige freimütig. Seit dem 4. August 1981 ist Ulrich Klawitter trocken. Und seitdem auch ehrenamtlich in der Suchthilfe aktiv. Nach der Wende hat Klawitter in Rostock Soziologie und Sozialpädagogik studiert und sich nebenbei immer weiter um Suchtkranke gekümmert, für ein ambulantes, sozialtherapeutisches Zentrum und eine Beratungsstelle im Nordwesten eingesetzt. In der Rostocker Stadtmission war Klawitter beim Aufbau von Wohnungslosenhilfe und Resozialisierungseinrichtungen dabei. 2008 ging er als Therapeut zum Serrahner Diakoniewerk, das sich in Reha-Klinik, Übergangsstation und betreutem Wohnen, um Menschen mit Suchtproblemen kümmert.

Quelle: Doris Deutsch

Von Beruf ist Uwe Berg Polsterer und zusammen mit Ehefrau Petra und Sohn Sebastian betreibt der 61-Jährige in Kessin eine Autopolsterei mit kleiner Werkstatt. Der Familienbetrieb läuft, die Auftragsbücher sind voll. Ebenso wie der private Terminkalender der Bergs, denn Ehrenamtler ist der zweite Beruf für Uwe Berg und seine Lieben. „In der Feuerwehr sind wir alle“, verrät der Senior, der seit 1996 Wehrführer in Kessin war und den Posten vor zwei Jahren an Sohn Sebastian abgegeben hat. Aktiv ist er aber weiterhin in der Freiwilligen Feuerwehr Kessin, genau wie seine Petra, mit der er seit 38 Jahren verheiratet ist. Auch Tochter und zwei Enkel kennen sich schon mit dem Löschangriff aus. Seit 20 Jahren ist Berg auch Gemeindevertreter. Er ist im Hauptausschuss und im Sozialausschuss der Gemeinde aktiv und eigentlich fast jeden Tag irgendwie mit Gemeindebelangen beschäftigt. „Man ist immer Ansprechpartner für die Leute und muss auch gelegentlich eine Backpfeife vom Bürger einstecken“, erzählt er. Das Ehrenamt „macht aber auch Spaß“.

Quelle: Doris Deutsch