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08:00 09.11.2019

So erlebten die Greifswalder den Mauerfall

​“Ich war zum Zeitpunkt des Mauerfalls zu Hause in Gribenow. Beim Abendessen hatten wir den TV an und das Ereignis eher nebenbei mitbekommen. Als wir realisiert haben, was da gerade passiert, konnten wir es nicht ganz glauben, das ging uns zu schnell. Niemand hatte damit gerechnet, aber wir haben uns trotzdem gefreut. Es war nicht alles schlecht zu DDR-Zeiten, der Zusammenhalt untereinander war beispielsweise besser. Aber endlich war es möglich zu Reisen und frei zu sein. Meinen ersten Urlaub nach der Wende verbrachte ich in Tunesien.“ – Bernd Schult, Maler aus Gribenow

Quelle: Stefanie Ploch

​“Ich und meine Frau waren zu Hause und haben es im Radio gehört. Das kam ganz plötzlich, zuerst dachten wir, dass es eine Falschmeldung ist. Man wusste zwar im Vorfeld schon, dass etwas passieren würde. Aber das hätten wir nicht für möglich gehalten. Wir haben es dann neutral aufgenommen und sind nicht sofort losgefahren wie viele andere. Später haben wir im Fernsehen die Bilder gesehen. Am nächsten Tag habe ich dann mit meinen drei Schwestern in Hamburg telefoniert, die uns sofort eingeladen haben. Nach zwei Wochen sind wir zum ersten Mal rüber.“ – Horst Femfert (75), Trainer im Boxclub Greifswald.

Quelle: Christopher Gottschalk

​“Ich war bei meiner Mutter zu Hause und habe auf meine Kinder gewartet, als die Grenze geöffnet wurde. Meiner Mutter ging es nicht so gut, weshalb wir zu der Zeit viel TV geschaut haben – dort haben wir auch die Pressekonferenz von Schabowski gesehen und uns gefragt: Was erzählt er denn da? Stimmt das so wirklich? Dass sich etwas ändern würde, habe ich mir schon gedacht, aber dass es so früh passiert, damit habe ich nicht gerechnet. Schade, dass meine Oma im Westen die Grenzöffnung nicht mehr miterlebt hat.“ –Monika Matae (70) aus Greifswald

Quelle: Stefanie Ploch