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Mehr Bilder Diese Kriminalfälle haben Mecklenburg-Vorpommern bewegt
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15:08 10.05.2019

Diese Kriminalfälle haben Mecklenburg-Vorpommern bewegt

Lübeck, September 1950: Tragisch endete im September 1950 der Ausflug des Lübeckers Herbert Muhs. Der 20-Jährige paddelte mit einem Schlauchboot aus ehemaligen Beständen der Reichsluftwaffe über die Trave, um bei Bauern auf der Ostseite Lebensmittel zu besorgen. DDR-Grenzer entdeckten ihn am Ufer. Sie schossen auf den jungen Mann, als er weglief, das Schlauchboot bestieg und versuchte wieder zurück zu paddeln. Als er bereits das Ufer verlassen hatte, traf ihn eine Kugel in den Rücken. Noch im Boot starb Herbert Muhs an schweren inneren Verletzungen. Zur DDR-Zeit standen zwischen der Spitze der Halbinsel Teschow im Norden und Lübeck-Schlutup im Süden fünf Beobachtungstürme. Trotz Grenzsicherungsanlagen gelang mehreren Bürgern der DDR die Flucht in die BRD. Zwei Flüchtlinge kehrten wenig später über eine Grenzübergangsstelle zurück.

Quelle: privat

Wittenburg, November 2018: Der abgelehnte, geduldete Asylbewerber Najmudin J. soll einen schlafenden 85-Jährigen in seinem Zimmer aufgesucht und ihm die Kehle durchtrennt haben. Die 50-jährige Tochter des Ermordeten berichtete, sie habe in Westsachsen Flüchtlinge in Praktika vermittelt, darunter den jungen Mann. Später habe sich daraus ein intimes Verhältnis entwickelt, das aber keine Perspektive gehabt habe, weil er eine Frau in Afghanistan heiraten sollte. Am Tag vor der Tat hätten sie sich in Sachsen noch einmal getroffen, ehe er nach Wittenburg fuhr, um Arbeiten am Haus des Vaters zu erledigen. Bereits im Sommer hatte Najmudin J. den Vater eine Woche lang gepflegt. Der Afghane floh und wurde mehrere Stunden später an der Autobahnauffahrt Talkau der A 24 (Schleswig-Holstein) aufgegriffen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Rügen, Juli 2013: Schmuckraub am Kap Arkona: Beim Aufsehen erregenden Schmuckraub aus dem Peilturm am Kap Arkona, bei dem Diebe Gold, Silber und Bernstein im Wert von rund 500 000 Euro erbeutet hatten, konnte die Polizei bis heute nicht die Täter ausfinding machen. Die Exponate gehörten zur Ausstellung des in Düsseldorf geborenen und im November 2017 verstorbenen Künstlers Nils Peters. Peters hoffte kurz nach dem Raub noch, dass sich sein Schmuck wieder anfindet: „Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, er kann ja nicht spurlos verschwunden sein, schließlich war er sehr individuell. Ich vermute, dass er sich im Ausland befindet.“ Für Hinweise zum Verbleib der Exponate hatte der Künstler eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Quelle: H. Vonberg