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19:33 07.08.2019

Gefahren in der Ostsee

Unter dem Begriff „Feuerqualle“ verstehen wir an der Ostseeküste meist die „Gelbe Haarqualle“. „Ihr Schirm misst bis zu einem Meter im Durchmesser und erscheint dunkelrot bis gelb“, heißt es in dem Onlinelexikon Wikipedia. Ihre Tentakel können demnach bis zu 36 Meter lang werden. Berührt ein Mensch die Nesselzellen auf den Tentakeln der Qualle, kommt es zu allergischen Reaktionen der Haut, die sich rötet, anschwillt und brennen kann. Medizinisch wird die Verletzung wie eine Verbrennung behandelt.

Quelle: Wikipedia/http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Der damalige Volontär der Lübecker Nachrichten Hannes Lintschnig ist im Jahr 2015 beim Baden in der Ostsee neben der Seebrücke in Timmendorfer Strand von einem Neunauge gebissen worden. „Plötzlich merkte ich, wie sich etwas an meiner Brust festsaugte“, sagt er damals. „Ich habe danach gegriffen. Es hat gezappelt und war schleimig.“ Er habe das aalähnliche Tier reflexartig abgerissen, es in hohem Bogen ins Meer geworfen und fluchtartig das Wasser verlassen. „Am Strand sah ich, dass ich eine kreisrunde Wunde aus lauter kleinen Schnitten hatte. Ich war völlig überrascht, habe mich gefragt, was das war und ob es giftig war.“

Quelle: Melina Ulbrich

In Zukunft könnte es Feuerquallenplagen häufiger geben, regelrechte Qualleninvasionen seien denkbar, sagt Jörg Dutz vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). „Die Quallenpopulationen haben zugenommen“, sagt der Wissenschaftler. Gründe gibt es zwei. Punkt eins: der Klimawandel. Je wärmer die Ostsee wird, desto wohler fühle sich auch die Feuerqualle und vermehre sich dementsprechend. Ein möglicher zweiter Grund: Durch die Fischerei würde die Zahl von Fressfeinden der Quallen im Wasser verringert.

Quelle: dpa