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Deine Tierwelt 430 Kilo Müll im Naturschutzgebiet gesammelt
Mehr Deine Tierwelt 430 Kilo Müll im Naturschutzgebiet gesammelt
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00:00 19.09.2018
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Boiensdorf

Erschreckendes Ergebnis: 430 Kilogramm Müll – das ist die Bilanz einer gut sechsstündigen Sammelaktion, die die Boiensdorferin Elisabeth Kirsten initiiert hat. 23 Mitstreiter hat sie dafür gewonnen. „Gemeinsam sind wir im Naturschutzgebiet ,Kieler Ort’ unterwegs gewesen“, erzählt sie. Da man dort normalerweise nicht hin darf, habe sie eine „Betretungsgenehmigung“ beim Landkreis Rostock beantragt und die auch bekommen.

23 Teilnehmer zählte die Sammelaktion am „Kieler Ort“. Quelle: Foto: A. Kirsten

„Wir sind mit einem Schiff dorthin gefahren und haben drei Schlauchboote für den Müll mitgenommen“, berichtet sie. Die waren am Ende der Aktion ziemlich gut gefüllt – mit jeder Menge Plastik, Reifen, Flaschen, Kinderspielzeug, Resten von Surfbrettern, einem Fernseher und einem halben Strandkorb.

Insgesamt haben die Müllsammler 1609 Einzelteile zusammengetragen – davon 460 Plastikverpackungen, 161 PET-Flaschen und 334 Kleinstplastik-Stücke. Die haben sie später vom Boot in einen Autoanhänger verladen und zur Entsorgung nach Wismar-Müggenburg gebracht. „Die Entsorgungskosten haben wir aus eigener Tasche bezahlt. Das Teuerste ist eine Teer-Mischung gewesen“, erzählt Elisabeth Kirsten.

Auf die Idee ist sie durch ein Treffen mit Kea Hinsch gekommen. Sie möchte die Welt sauberer machen, und so kam sie auf die Idee, die „Tour de Meeresmüll“ zu organisieren. Für die hat sie im Sommer 873 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und bei jedem ihrer Stopps hat sie an den Stränden Müll gesammelt. Die Boiensdorferin Elisabeth Kirsten hat nun den Internationalen Küstenputztag genutzt, um auch anzupacken und die Natur von Müll zu befreien. Für die Aktion haben sich am 15. September weltweit Freiwillige getroffen, um ein Zeichen für den Meeres- und Gewässerschutz zu setzen. In Deutschland waren sie entlang der Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, aber ebenso an den Ufern von Seen und Flüssen im Einsatz. Im vergangenen Jahr haben die Aktiven mehr als 2250 Kilogramm Müll gesammelt.

Schätzungsweise gelangen zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle Jahr für Jahr weltweit vom Land ins Meer. Millionen Tiere sterben, wenn sie Tüten, Verpackungen oder Feuerzeuge mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln oder sich am Müll strangulieren. Mikroplastik gelangt ins Essen von Menschen und Tieren.

Um den Müllberg abzubauen, will Elisabeth Kirsten unbedingt nochmal sammeln. Denn der Müllberg, den sie innerhalb der wenigen Stunden mit ihren Mitstreitern in einem Naturschutzgebiet zusammengetragen hat, sei „ein Grund zum Handeln“.

ks

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