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Deine Tierwelt Naturerlebnis vor Rügens malerischer Kulisse
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05:00 17.09.2018
Die Hunde folgten der Schleppe, die Reiter jagten hinterher. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Bergen

Hunderte Meter weit ist das Gekläff der Meute zu hören. Und während es anschwillt, ohne das die Hunde zu sehen sind, vergehen viele Minuten. Dabei sind die Tiere mit einem enormen Tempo unterwegs: Ihre Schlappohren fliegen im Wind, die Zunge hängt ihnen heraus. Und es gibt nichts, das sie zu stören vermag. Ob Mensch oder Maschine – was den Hunden vom Hamburger Schleppjagdverein im Wege steht, wird im Affenzahn umkurvt. Immer der gelegten Spur nach.Die Reiter folgen der Meute auf dem Fuße. Einige stehen in den Steigbügeln. Die Erde vibriert, wenn sie herandonnern und die Hindernisse nehmen. Der Adrenalinkick lässt manche jauchzen, wenn sie über die Hürde setzen. Und keine Minute später, ist die Hatz den Blicken auch schon wieder entschwunden.

40 Reiter aus ganz Deutschland trafen sich zu einer Schleppjagd auf dem Tegelhof in Sehlen.

Acht Bundesländer

Die Schleppjagd der Reitanlage Tegelhof in Sehlen bildete am Sonnabend den krönenden Abschluss einer so genannten Jagdwoche, an der am Ende 40 Reiter aus ganz Deutschland teilnahmen. Stolz zählte Reiterhofbesitzer Sven Arlt bei der Begrüßung die Bundesländer auf: Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen und natürlich Mecklenburg-Vorpommern. Warum es mit den Hamburgern ins Gelände ging und nicht mit der Mecklenburger Meute wie sonst, hat laut Arlt lediglich an dem Wunsch gelegen, einem Jagdverein aus einem anderen Bundesland die Möglichkeit zu geben, Rügen kennenzulernen. „Ich kann mir gut vorstellen, diese Veranstaltung auch mal mit Meuten aus Brandenburg oder Sachsen zu machen“, sagt er. Und dass diese Idee Früchte trägt, zeigte das überbordende Lob für die Organisation der Schleppjagd, das Sven Arlt von den Hamburgern ausgesprochen wurde.Auch die Teilnehmer und auf Anhängern und Pkws Mitfahrenden waren hingerissen. So etwas habe man noch nicht erlebt, klang es da immer wieder an. Kein Wunder, sorgte Arlt doch immer wieder für beachtliche Aha-Effekte. Dazu gehörte ein Büfett mitten auf einem weiten Acker, der von drei Seiten von einem Wald umgeben war. Malerisch.

Mit symbolischen Fünfzigern begann es

Begonnen hatte die Jagdwoche mit einem jagdlichen Ausritt zum Gutshaus Krimvitz. Donnerstag gab es die erste Schleppjagd bei der Familie von Wersebe in Boldevitz.Das Spektakel am Sonnabend nennt sich übrigens „Hammerjagd“. Ausgangspunkt für diesen Begriff war eine bierselige Runde nach einer der vorangegangenen Veranstaltungen, in der sich acht Teilnehmer entschlossen, die hohen Kosten solch einer Veranstaltung zu tragen. Symbolisch gab jeder einen 50-Euro-Schein. Und diese waren dann mit einem Hammer an den First des Stalls genagelt worden. „Die Sponsoren geben jedes Mal jeweils 1000 Euro in den Topf, womit die Jagd bezahlt werden kann“, sagt Arlt, der mit zu dem Oktett gehört.

„Geköpfte“ Biere und Lachattacken

Mit Tino Koos, der zu den Veranstaltern des Kutschenfahrtags in Sehlen gehört, saß ein bekanntes Gesicht im Traktor, der einen der Wagen mit den Zuschauern zog. Koos hatte sichtlich Spaß, die Gäste durchzurütteln, wenn es durch das unebene Gelände ging. Die Leute an dem langen Tisch störte das ebenso wenig wie der hochgewirbelte Staub, der sich über sie legte. Mal wurden Biere „geköpft“ oder kreisten handliche Likörfläschchen. Die gute Laune steigerte sich von Stunde zu Stunde. Und ein Gatte von einer der mitreitenden Damen war sogar so gut drauf, dass er beinahe unentwegt in Lachattacken ausbrach. Lachende Gesichter gab es nach dem dreistündigen Naturtrip fast ausschließlich. Die Reiter waren glücklich über das Naturerlebnis, die Gäste freuten sich über die wundervollen Panoramen und die Veranstalter wussten, dass der Tag rundum gelungen war.

Jens-Uwe Berndt

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