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Deine Tierwelt Ohne Schuhe durch Rügens Kulturstadt
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00:00 19.09.2018
Gäste von Barfußparks können durch eiskaltes Wasser waten oder durch wadentiefen Schlamm gehen. Quelle: Foto: Barfußpark Beelitz/heilstätten Karsten Eichhorn
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Putbus

Was seit fünf Jahren geplant ist, kann nun in die Tat umgesetzt werden. In Rügens Kulturstadt Putbus, wie sie von vielen Leuten genannt wird, soll ein Barfußpark entstehen. Hierfür ebneten die Stadtvertreter in ihrer Sitzung am Montag den Weg. Nun geht es um etliche Details, die die Initiatoren in den nächsten Wochen ausarbeiten müssen.

Stadtvertreter ebnen Weg für Barfußpark in Putbus. Jetzt müssen Details für dieses Projekt geklärt werden.

Bekommen sie auch hierfür Zustimmung, könnte im kommenden Jahr die Eröffnung gefeiert werden.

Sichtlich erleichtert kam der Putbusser Rüdiger Wessel als einer der Initiatoren aus der Sitzung. „Das Konzept hat die Stadtvertreter überzeugt. Wir freuen uns und können in die Detailplanung gehen“, sagt er. Entstehen soll diese Freizeitmöglichkeit auf einem rund zwölf Hektar großen Areal unterhalb von Schwanenteich und Kriegerdenkmal. Start und Ziel ist am ehemaligen Fasanenhaus. Deshalb wird das Standbild des Fürsten von diesem Vorhaben nicht betroffen sein. Die Wegeführung soll behutsam gestaltet werden, nur aus Rindenmulch bestehen. Außerdem werde darauf geachtet, dass die geschützten Biotope umgangen werden.

„Grundkonzept ist es, den Erlebnisraum Wald den Besuchern aus neuen Perspektiven näherzubringen“, sagt Rüdiger Wessel. Neben der pädagogischen Komponente soll der Park auch einen Mehrwert für Erholung und Gesundheit bieten. Knapp 800000 Euro soll das Projekt teuer sein, das mit bis zu 30 Prozent mit Fördermitteln abgedeckt werden soll.

Als Unterstützung hatte Rüdiger Wessel Thomas Müller-Braun, Geschäftsführender Gesellschafter des Barfußparkes Beelitz-Heilstätten, zur Sitzung dabei, der von Erfahrungen aus seinem Park berichtete und das Konzept für Putbus vorstellte. „Wir wollen damit einen weiteren touristischen Höhepunkt auf der Ferieninsel Rügen schaffen und es ist als Ganztags-Alternative zum Strandleben gedacht“, sagt er. Thomas Müller-Braun soll auch künftig Teil des Teams dieses Freizeitangebots sein. Hierzu soll die „Barfußpark Rügen GmbH“ gegründet werden und der saisonale Betrieb von Mai bis September laufen.

Die Initiatoren haben klare Ziele im Kopf. Es soll ein verzweigtes Wegesystem mit Längen von 1,14, 1,95 und 2,17 Kilometern Länge geben, die auch flexibel kombiniert werden können. 55 Erlebnisstationen soll es auf dem Parcours geben. „Über etwa Riech- und Tast-Kästen oder ein Baumtelefon können Kinder und auch Erwachsene die Natur und insbesondere den umgebenden Wald erleben“, sagt er. Hinzu kommen interaktive Stationen, an denen Geschicklichkeit, Teamgeist oder Ausdauer gefordert sind.

Gäste, die diesen Park besuchen, sollen ein Naturerlebnis bekommen. „Das heißt, dass die Besucher sich nicht passiv in die Rolle von Konsumenten begeben, sondern die Natur beziehungsweise den Wald aktiv erleben sollen. Der Park bietet den Besuchern die ganzheitliche Wahrnehmung über alle Sinne“, sagt Thomas Müller-Braun. Die Gäste sollen sich auf dem Parcours bewegen und dabei die Bäume und Pflanzen erleben können. „Auch für die Gesundheit ist der Barfußpark gut. Denn durch das Barfußgehen und die Bewegung der Füße im Wasser werden die Durchblutung gefördert und der Kreislauf angeregt“, meint Thomas Müller-Braun.

Ebenso werde der Park auch eine erzieherische Komponente aufweisen. Hierbei richtet er sich speziell an Kinder aus Städten, denen die Natur wieder nähergebracht werden soll. Außerdem soll der Park mit entsprechenden Schautafeln spielerisch Wissen zu Flora und Fauna vermitteln.

Mathias Otto

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