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Deine Tierwelt Streunender Jung-Elch hält die Usedomer auf Trab
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05:08 30.06.2017
Nahaufnahme vom Usedomer Elch. Quelle: Manfred Wanke
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Heringsdorf

Seit über einer Woche hält ein junger Elch die Bewohner auf der Insel Usedom auf Trab. Erstmals wurde er am Dienstag letzter Woche in Ahlbeck gesichtet. Einen Tag später war er in Heringsdorf einem Hobbyfotografen vor die Linse gelaufen, am Donnerstag an der DRK-Rettungswache und im Schloonsee gefilmt worden.

Wanke hat den Elch in Heringsdorf mehrfach gefilmt

Dort scheint es ihm besonders gut zu gefallen, denn schwimmend hat er Montag und Dienstag ein Privatanwesen in der Heringsdorfer Maxim-Gorki-Straße erreicht, wo er jeweils im Garten äste. Anwohner Manfred Wanke hat den Elch auf dem Nachbargrundstück mehrfach gefilmt und unter anderem Videos der OZ zur Verfügung gestellt. Auch auf Facebook sind die Aufnahmen des Heringsdorfers zu sehen. Über seine Begegnungen mit dem Elch berichtet Wanke so: „Montagfrüh steh ich auf der Terrasse, da taucht der Paarhufer auf. Er hat sich sattgefressen: Die Hecke, Blätter, alles, was frisch war.“ Dass der Elch, für den die OZ aktuell nach einem Namen sucht, gerade auf dem Nachbargrundstück der Wankes auftauchte, hat einen simplen Grund. „Das Grundstück hat keine Einfriedung und geht bis ins Wasser“, erklärt der 82-Jährige. Das Tier habe das Nachbarhaus zweimal umrundet und den Garten inspiziert. Währenddessen holte Wanke seine Kamera und begab sich an den Gartenzaun. „Wenn ich den Arm ausgestreckt hätte, hätte ich ihn berühren können“, schätzt der frühere Rundfunkmechaniker ein.

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„Dienstag um halb neun tauchte er wieder auf.“

Er hatte aber auch Sorge, dass der Elch den niedrigen Zaun zur Straße hin überspringen könnte. Dort hatten sich an beiden Tagen etliche Passanten mit Handykameras postiert, um es Wanke gleichzutun und das Jungtier zu filmen. Der Anwohner hatte am Montag die Polizei informiert, die jedoch abwinkte. „Die konnten da auch nichts machen“, so Wanke. „Nachdem der Elch 20 Minuten dort war, ist er abgezogen“, erklärt der Senior. Aber: „Dienstag um halb neun tauchte er wieder auf. Da ging dieselbe Zeremonie los.“ Am Mittwoch bereitete sich Wanke auf die erneute Ankunft vor. Eine Videokamera auf Stativ war installiert, doch der Elch zeigte sich nicht ein drittes Mal.

„Wenn er aus Polen kommt, könnte er dort in einem Elch-Reservat aufgenommen werden.“

Zur Debatte, wie mit dem Einzelgänger umgegangen werden soll, meint der Schloonsee-Anwohner: „Wenn er aus Polen kommt, könnte er dort in einem Elch-Reservat aufgenommen werden.“ Er kann sich aber auch vorstellen, dass der junge Elch in der Mellenthiner Heide einen Lebensraum findet. Deutlich spricht sich der Heringsdorfer gegen den Vorschlag des Forstwissenschaftlers Professor Siegfried Prien aus, der als letzte Alternative ein waidmännisches Erlegen ins Spiel brachte.

Dietmar Pühler

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