Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Essen und Trinken Was Verbraucher zu Insekten als Snack wissen müssen
Mehr Essen und Trinken Was Verbraucher zu Insekten als Snack wissen müssen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:54 02.05.2018
Keine Seltenheit mehr? In Deutschland könnte es schon bald mehr Insekten-Snacks wie diese Heuschrecken geben. Quelle: Karin Willen
Anzeige
Hamburg

Insekten zum Essen sind in Deutschland noch eine Seltenheit. Einzelne Produkte sind aber bereits erhältlich, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Und es könnten bald mehr werden.

Zurzeit laufen mehrere Genehmigungsverfahren für Insekten als Nahrungsmittel, darunter der Mehlwurm und die Kurzflügelgrille. Wer die ungewöhnlichen Snacks ausprobieren will, sollte allerdings nur speziell für den menschlichen Verzehr produzierte Tiere essen, und keine Tiere aus der Zoohandlung oder dem eigenen Garten. Denn die können Keime und Parasiten enthalten.

Für Insekten als menschliches Nahrungsmittel gibt es den Angaben nach zwar auch noch keine verbindlichen Hygienestandards. Zumindest bei Produkten aus Europa könnten Verbraucher aber davon ausgehen, dass die Tiere unter ordentlichen Bedingungen gezüchtet werden. Insekten aus Zuchtanlagen werden zudem vor dem Verkauf blanchiert, um Krankheitserreger abzutöten. Roh sollte man Insekten grundsätzlich nicht essen.

Besonders aufpassen müssen zudem Allergiker - auch wenn sich auf der Verpackung noch keine Warnhinweise finden. Kreuzallergien sind aber möglich: Wer zum Beispiel keine Garnelen essen kann, hat häufig auch ein Problem mit Mehlwürmern. Insgesamt sei das Allergierisiko aber eher gering, so die Verbraucherschützer.

Weltweit gibt es über 2000 essbare Insektenarten, so die Verbraucherschützer, vom Wurm bis zur Heuschrecke. In Deutschland bereits erhältlich sind zum Beispiel Pasta, Kekse oder Burger auf Insekten-Basis - meistens im Online-Handel, aber auch in einigen Läden und Restaurants. Oft enthalten die Tiere viel hochwertiges Protein, sie gelten deshalb auch als sinnvolle Alternative zu Milch oder Rindfleisch: Die Massenzucht von Insekten ist meistens deutlich umweltfreundlicher als die Schweine- oder Rinderzucht.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Die meisten Menschen trinken ihren Kaffee am liebsten heiß. Doch überschreitet das Heißgetränk eine bestimmte Temperatur, steigt das Krebsrisiko. Daher gilt: vor dem ersten Schluck fünf Minuten warten.

27.04.2018

Ob Bratkartoffeln, Wok-Gemüse oder Grillfleisch - für viele Gerichte gibt es inzwischen die passende Gewürzmischung. Die fertigen Würzpulver sind zwar praktisch, treffen aber nicht immer den richtigen Geschmack.

27.04.2018

Neben flüssigen Marinaden sind auch trockene Gewürzmischungen beim Grillen sehr beliebt. Übertreiben sollte man es damit jedoch nicht - sonst wird der Eigengeschmack von Fisch, Fleisch oder Gemüse übertüncht.

27.04.2018

Sind Lebensmittel verunreinigt oder mangelhaft gekennzeichnet, nehmen Hersteller sie in der Regel aus dem Handel. Derzeit werden aus diesen Gründen ein Camembert aus der Normandie, bei Aldi angebotene Geflügelsalami und Puten-Hacksteaks von Heidemark zurückgerufen.

30.04.2018

Kartoffeln gehören neben Reis und Nudeln zu den beliebtesten Beilagen. Bei der Auswahl und der Zubereitung von Kartoffeln sollten Verbraucher sorgfältig vorgehen. Denn es gibt Exemplare, von denen man besser die Finger lässt.

30.04.2018

Mit rund 600 Euro pro Kilo ist Vanille eines der teuersten Gewürze der Welt. Trotzdem machen Experten gerade die hohen Preise für Qualitätsmängel verantwortlich. Für ein Ende der Krise will nun ein Forscher aus den Niederlanden sorgen.

30.04.2018