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Familie Vom Kinderdorfkind zur Erzieherin
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00:00 15.12.2017
Andrea (r.) hat viele Talente, die große Leidenschaft der künftigen Erzieherin aber ist das Tanzen. Quelle: Foto: Asfm
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Wolgast

Andrea kam genau am Tag ihrer Einschulung ins Kinderdorfhaus nach Wolgast. Damals war sie gerade sechs Jahre alt. Plötzlich Schulkind sein und Kinderdorfkind an einem Tag – eine echte Herausforderung für so einen jungen Menschen. Mit ihrer aufgeweckten und lieben Art fand sie aber sehr schnell Anschluss und einen festen Platz im Herzen der Kinderdorfhauseltern reserviert. „Im Kinderdorf fühle ich mich wohl, finde Geborgenheit, Schutz, und Zuwendung. Und ich kann mich fallen lassen, wenn der Tag mal anstrengend war“, sagt sie noch heute. „Die Erzieher helfen mir in jeder Lebenslage. Und ich merke, dass ich geliebt werde. Ich könnte mir kein besseres Zuhause wünschen.“

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Seitdem sind zwölf Jahre „Schule des Lebens“ vergangen, die Andrea mit viel Fleiß, Durchhaltevermögen und Engagement gemeistert hat. Mit ihrem Schicksal, nicht bei den leiblichen Eltern und Geschwistern aufwachsen zu können, ist sie immer sehr bewusst und offen umgegangen. Sie konnte ihre Familie besuchen und ihre Kindheit dadurch relativ unbeschwert im Kinderdorf verleben.

Viele schöne Hobbys haben ihr über so manchen schmerzvollen Gedanken hinweggeholfen. Andrea hat früh angefangen, Musik zu machen. In der Musikschule lernte sie Gitarre spielen, später fing sie an zu tanzen. Besonders der Linedance hat ihr sehr gefallen. Auch beim Töpfern in der Schul-AG und für andere kreative Beschäftigungen konnte sie sich immer begeistern.

Doch wie das Leben so spielt. Die behütete Kinderdorfzeit bei Familie Hinzpeter ging leider sehr schnell vorbei. Die 10. Klasse der Realschule hat Andrea trotz einer Lese- und Rechtschreibschwäche mit einem guten Zeugnis geschafft. Dafür hat sie immer viel üben müssen. Schon in der Schulzeit absolvierte sie Praktika in Kindergärten und Horteinrichtungen, denn ihr Ziel stand früh fest: „Ich werde Erzieherin!“. Im September 2015 hat dann die Erzieherausbildung begonnen. Dafür zog Andrea unter der Woche ins Internat und kehrte nur an den Wochenenden und in den Ferien zurück ins Kinderdorfhaus. Das war eine große Umstellung für das junge Mädchen. Zwei Jahre der Ausbildung sind mittlerweile geschafft und Andrea freut sich auf die nächsten drei Jahre.

Im Oktober feierte sie ihren 19. Geburtstag, inzwischen hat sie auch schon den Führerschein erworben. Ihre Selbständigkeit probte sie in einer kleinen Einliegerwohnung, die am Kinderdorfhaus angebunden ist. Selbst einkaufen und kochen, saubermachen und Termine wahrnehmen – all das hat Andrea schon früh gelernt. Zum 1. August zog sie in eine eigene Wohnung auf dem Internatsgelände und verließ das Kinderdorfhaus, in das sie aber nun gern als Freundin zu Besuch kommt.

Der Kontakt zu den Hauseltern wird sicherlich nie abreißen, denn ein Zuhause bleibt immer ein Zuhause. Ihre vielen kreativen Talente stärken ihr in mancher Situation den Rücken.

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