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Gesundheit Stiftung Warentest: Zu viel Zucker und Schadstoffe in Babybrei
Mehr Gesundheit Stiftung Warentest: Zu viel Zucker und Schadstoffe in Babybrei
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16:10 02.09.2019
Stiftung Warentest bemängelt den zu hohen Zuckergehalt in vielen Babybreien und Pulvern. Quelle: picture alliance / dpa Themendie
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Hannover

Im Super- oder Drogeriemarkt stehen Eltern vor der Qual der Wahl: Welchen Brei kaufe ich? Und vor allem: Tut dieser Brei meinem Kind gut? Auch Stiftung Warentest ging der Frage nach. In ihrer aktuellen Ausgabe (09/2019) untersuchte die Stiftung 19 Pulver zum Anrühren und Breie aus dem Glas, einige davon in Bioqualität. Der teuerste Brei lag bei 1,94 Euro pro 100 Gramm und der günstigste bei 31 Cent pro 100 Gramm. Bei den Breien orientierte sich Stiftung Warentest an dem Bedarf eines sechs Monate alten Säuglings. Das Ergebnis: Nur drei der 19 getesteten Breie sind gut.

Das wurde getestet

Der Brei für sechs Monate alte Säuglinge soll Eiweiß, Kalzium, gesunde Fette, Vitamine, Eisen und Jod enthalten. Besonders Eisen lieferten nur sehr wenige Breite, kritisierte die Stiftung. Bei der Bewertung der Nahrung orientierte sich Stiftung Warentest an der deutschen Diätverordnung und ergänzend an den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit.

Daneben wurden die Breie auch auf kritische Stoffe, wie Pestizide oder Arsen getestet. Die Deklaration floss ebenfalls in die Note ein - also, wie korrekt, vollständig und verständlich die Verpackungsangaben sind.

Zu viel Zucker und Schadstoffe

Die schlechten Ergebnisse kamen durch mehrere ungesunde Zusätze zustande, allen voran Zucker. Der Keksbrei im Glas von Bebivita enthielt von den getesteten Breien am meisten Zucker. Bei den Pulvern erhielt die Marke Babydream von Rossmann, mit ihrer Sorte "Guten Abend Milchbrei" die schlechteste Note (4,5), da auch dieses viel Zucker, vor allem Fruktose enthält.

Neben zu viel Zucker wurden auch kritische Stoffe gefunden. Im Reisbrei der Marke Töpfer wurde Arsen nachgewiesen, dieser lag nur knapp unter dem Grenzwert. Gerade die Reispflanze nimmt das Halbmetall Arsen über den Boden auf. "Anorganische Arsenverbindungen gelten als krebserregend", warnt die Stiftung Warentest und empfiehlt deshalb, dass Babys nicht täglich Reisbrei essen sollten.

Die Testsieger:

Testsieger der Pulver, ist der Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks, mit der Gesamtnote 1,9. Neben dem geringen Zuckergehalt waren auch kaum kritische Stoffe zu finden. Lediglich die Verpackung wurde bemängelt - bei diesem Punkt testete die Stiftung wie gut sie sich öffnen und verschließen lässt.

Einziger Guter im Glas ist der Alnatura Abendbrei Grießbrei pur mit der Note 2,4. Er enthält sehr wenig Zucker, einziger Kritikpunkt ist der geringe Eisengehalt.

Lieber nicht zu süß

Stiftung Warentest empfiehlt, Breie ohne intensive Fruchtzusätze und mit wenig Zucker zu wählen. Vor allem Pulver, die Zusätze aus Apfel, Birne oder Banane enthalten, könnten zu süß sein. Im Zweifel lautet die Regel: Probieren. Schmeckt der Brei zuckrig und künstlich, ist er für Kinder eher ungeeignet, da sie Süße intensiver wahrnehmen. Zu viel Süßes im zarten Alter von ein paar Monaten prägt nachhaltig. Sprich: Die Vorliebe für Süßes wird unnötig gefördert.

Rezept zum Selbermachen

Ohne großen Aufwand können Eltern den Brei ihrer Kinder auch selbst kochen. Stiftung Warentest hat folgendes Rezept zusammengestellt:

  • 200 Milliliter frische oder haltbare Milch erhitzen. Alternativ kann auch Folgemilch benutzt werden.
  • 20 Gramm Getreide, wie Haferflocken oder Vollkornweizengrieß, in die Milch einrühren und mehrere Minuten köcheln laas.
  • Zum Schluss 20 Gramm Obst der Saison zerdrücken und in den Brei rühren

RND/ame

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