Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Lifestyle Weniger giftige Chemikalien in Kleidung von Handelsketten
Mehr Lifestyle Weniger giftige Chemikalien in Kleidung von Handelsketten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:04 08.06.2017
Verbraucher werden es gerne hören: Ketten wie Tchibo sind auf einem guten Weg, ihre Kleidung giftfrei zu produzieren.
Verbraucher werden es gerne hören: Ketten wie Tchibo sind auf einem guten Weg, ihre Kleidung giftfrei zu produzieren. Quelle: Andreas Gebert/dpa
Anzeige
Hamburg

Große deutsche Einzelhandelsketten verkaufen weniger Kleidung, die mithilfe umwelt- oder gesundheitsgefährdender Chemikalien hergestellt wurde. Das ergab eine Zwischenbilanz der Umweltorganisation Greenpeace.

Aldi, Lidl, Rewe, Penny, Kaufland und Tchibo machen Fortschritte bei der Produktion giftfreier Kleidung. Die Unternehmen hatten sich verpflichtet, bis 2020 auf umwelt- und gesundheitsgefährliche Chemikalien zu verzichten. „Die Händler nehmen ihre Versprechen ernst“, heißt es in der Mitteilung.

Erste Chemikalien wurden vollständig aus der Herstellung verbannt und alle Firmen veröffentlichen Analysedaten ihrer Abwässer. Besonders gut schneide Tchibo ab. Das Unternehmen habe eine genaue Verbotsliste und umfangreiche Fallstudien zum Ersatz gefährlicher Chemikalien vorgelegt.

Weniger erfolgreich seien die Händler dabei, ihre Sortimente auf langlebige und wiederverwertbare Mode umzustellen. Kaum ein Unternehmen lege einen klaren Plan vor, wie es künftig Verantwortung für die Herstellung, eine lange Nutzung und späteres Entsorgen der Produkte übernehmen wird. Einzig Tchibo habe eine umfassende und glaubwürdige Strategie entwickelt und sammle erste Erfahrungen mit Pilotprojekten.

Die Firmen würden weder Garantien übernehmen noch Reparaturen anbieten, kritisierte Greenpeace weiter. Auch moderne Konsumformen wie Leihen, Tauschen oder Teilen hätten noch nicht den Weg in die Geschäftsmodelle der Händler genommen. Auch fehlten Maßnahmen, die die bestmögliche Weiterverwendung oder Recycling von Kleidung sicherstellen. „Wegwerfmode war gestern“, sagte Greenpeace-Expertin Alexandra Perschau. „Wir brauchen Mode mit Zukunft.“

Aldi Süd

Kaufland erlärte, man werde das Sortiment „Schritt für Schritt nachhaltiger gestalten“. So arbeite der Händler etwa an einem Textilrücknahmesystem in den Filialen, um eine verantwortungsvollere Herstellung und Verwertung von Textilien zu erreichen.

Lidl teilte mit

dpa

Mehr zum Thema
Wirtschaft Keine Mitstreiter gefunden - Kampf gegen Kleingeld in Kleve vor Aus

Auch knapp eineinhalb Jahre nach dem Start einer bundesweit beachteten Initiative ist das nordrhein-westfälische Kleve immer noch eine Insel im Kampf gegen das Kleingeld. Immer wieder muss das Projekt vor allem auswärtigen Kunden umständlich erklärt werden.

03.06.2017

Geschäfte dürfen in Deutschland am Sonntag nur ausnahmsweise öffnen. Der Handel will liberalere Regeln, Gewerkschaften und Kirchen verteidigen den ruhigen Sonntag. Gibt es in dem Konflikt eine Lösung?

05.06.2017

Schuhfan und „Sex and the City“-Hauptfigur Carrie Bradshaw wäre begeistert und zugleich schockiert über diese Trends bei den Sommerschuhen für Frauen: Pailletten, Federn und Schleifen zieren die Sandalen. Aber auch die Adilette wird 2017 zum Modetrend.

06.06.2017