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Meinung Befristete Jobs in MV: Arbeitgeber schaden sich selbst
Mehr Meinung Befristete Jobs in MV: Arbeitgeber schaden sich selbst
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07:11 12.06.2019
Viele befristete Arbeitsverträge in MV: Wer den Bewerbern jedoch nur einen Job auf Zeit anbietet, wird das Nachsehen haben, kommentiert OZ-Redakteur Axel Meyer. Quelle: Söllner/dpa
Rostock

Hire and Fire – englisch für Heuern und Feuern – bedeutet, jemanden im Unternehmen einzustellen und nach Bedarf wieder rauszuwerfen. Das kann man, aus Unternehmersicht, eine flexible Personalpolitik nennen. Für Gewerkschafter ist eine solche Praxis hingegen meist ein Graus. Wenn die Auftragsbücher voll sind, werden neue Stellen geschaffen, die dann, wenn die Konjunktur abflaut, wieder gestrichen werden. Ein Mittel dafür sind befristete Arbeitsverträge, in der Wirtschaft ebenso wie im öffentlichen Dienst.

Gewerkschaften kritisieren die Vielzahl an befristeten Arbeitsverträgen in Mecklenburg-Vorpommern, knapp 95 000 sind es nach aktuellen Daten. Dass diese Zahl zunimmt, klingt in der Tat wie ein Widerspruch. Einerseits suchen Arbeitgeber in nahezu allen Bereichen geeignete Auszubildende und Fachkräfte. Andererseits werden viele Stellen kaum besetzt werden können, wenn man qualifizierten Bewerbern einen Job mit der Perspektive einer Anstellung von vielleicht zwei Jahren anbietet.

Lehrstellen- und Jobsuchende können sich heutzutage oft ihren künftigen Arbeitgeber aussuchen. Und sie können deren Angebote vergleichen. Dazu gehören neben guten Löhnen und Arbeitsbedingungen eben auch unbefristete Arbeitsverträge.

Axel Meyer

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