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Meinung Fleisch-Verbot im Rathaus: Madsen macht mir mein Mett madig!
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Fleisch-Verbot im Rathaus: Madsen macht mir mein Mett madig!

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19:35 18.12.2019
Andreas Meyer kommentiert Fleischgenuss Quelle: dpa/Arno Zill
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Rostock

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen übertrifft sogar noch die Grünen. Die hatten einst einen „Veggie-Day“ – einen Vegetarier-Tag – in allen deutschen Kantinen gefordert. In Rostocks Stadtverwaltung aber ist jetzt jeder Tag fleischlos. Denn bei offiziellen Anlässen soll es nur noch Fisch, Käse und Salat geben. Kein Fleisch. Das sei schlecht für das Klima. Natürlich hat Madsen Recht, wenn er sagt, wir essen zu viel Fleisch – und dass Klimaschutz auch im Kleinen anfängt.

Kein Fleisch ist auch keine Lösung

Aber Entschuldigung, bei der Salami hört der Spaß auf. Denn kein Fleisch ist auch keine Lösung. Und nicht jedes Gemüse ist für das Klima ein Gewinn. Tomaten etwa, die in Holland auch im Winter beheizt in Gewächshäusern wachsen, dürften für die CO2-Bilanz des Speiseplans ein noch größerer Albtraum sein. Oder was ist mit der Trend-Frucht Avocado? Die wird in Südamerika angebaut, für die Produktion graben die Bauern den Anwohnern das Wasser ab und dann wird die Frucht noch um den halben Globus geflogen. Vernunft statt Verzicht – das muss die Devise sein. Gute Produkte von „nebenan“, von heimischen Landwirten. Da stimmt die Klimabilanz. Ich jedenfalls lasse mir von Madsen mein Mettbrötchen nicht madig machen!

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Von Andreas Meyer