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Kommentar Abschiebehaft für Familien? Das ist unmenschlich!
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Abschiebehaft für Familien ist unmenschlich

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07:52 13.02.2020
Frank Pubantz kommentiert das Thema Abschiebungen aus MV. Quelle: Frank Söllner/Bernd Wüstneck (dpa)
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Schwerin

Es gab mal eine Zeit, als viele Menschen in diesem Land sich gegen die bereits besiegelte Abschiebung von Migranten stemmten. Wir berichteten zum Beispiel über eine Stadt in MV, die sich standhaft dagegen wehrte, dass eine Familie gehen muss. Und am Ende Erfolg hatte. Gegen das Recht, für die Menschlichkeit. Diese Familie ist noch heute fest integriert.

Was ist bloß los in diesem Land, dass heute zum Thema Migration fast nur Grenzen, aber kaum Chancen gesehen werden? Paragrafen viel, aber Schicksale wenig zählen. Zuwanderung zunehmend als Bedrohung empfunden wird, selten als Bereicherung.

Dass MV es nicht schafft, viele rechtskräftig bestätigte Abschiebungen durchzusetzen, wirft kein gutes Licht auf den Rechtsstaat. Ganz sicher sollten Menschen, die unsere Regeln und Freiheiten nicht akzeptieren, hier nicht bleiben dürfen. Das ist die eine Seite.

Was, wenn es meine Familie beträfe?

Aber Migranten, womöglich Familien mit Kindern in Haft zu nehmen, damit sie auch ja abgeschoben werden können – diese Forderung hat Unmenschliches. Zur Wahrheit gehört: Nach MV kommen vergleichsweise wenige Migranten. Man sollte also beim Thema auf dem Teppich bleiben. Und sich fragen: Was, wenn es mich, meine Familie beträfe?

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Von Frank Pubantz

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