Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kommentar Zukunft der Peene-Werft: Keine falschen Hoffnungen machen
Mehr Meinung Kommentar Zukunft der Peene-Werft: Keine falschen Hoffnungen machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:45 22.11.2018
Kommentar von Frank Pubantz zur Zukunft der Peene-Werft. Quelle: Montage: Cassandra Voigt/dpa
Anzeige
Schwerin

Ein Bürgermeister sollte nicht nur Pessimismus verbreiten, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern im Landtag. Und meinte den Verwaltungschef in Wolgast, Stefan Weigler (parteilos), der öffentlich Werft-Aus und Niedergang seiner Stadt befürchtet. Die Abteilung gute Laune übernahm dann Glawe selbst und verbreitete Hoffnung für die gut 300 Mitarbeiter und ihre Familien. Fröhlich plauderte er drauf los, dass bald eine Yacht gebaut, die Bundesmarine-Korvetten vorgezogen würden und Chancen auf weitere Marine-Schiffe bestünden. Zitat: „Alles ist möglich.“ Nicht amüsiert ist man von so viel konkreter Offenheit offenbar bei der Lürssen-Werften-Gruppe und im Bund. Einfach mal den Mund halten, heißt es da. Denn so klar sei eben noch nicht alles, was Glawe auch der Helden-Legende seines Minister-Daseins anheften möchte. Die neuen Kampfschiffe zum Beispiel befänden sich noch in der Ausschreibung. Ja, ein Bürgermeister sollte auch gute Laune verbreiten. Da hat Glawe schon recht. Er sollte aber auch für seine Stadt kämpfen, wie Weigler es tut. Und ein Minister sollte seine Rolle kennen. Dabei kann er gern Optimist bleiben. Glawe wird nun an seinen Aussagen zur Peenewerft zu messen sein.

Mehr zum Thema:

Glawe: Peene-Werft soll ab Sommer Korvetten bauen

Frank Pubantz

Kommentar Volkskrankheit Diabetes - Raus aus der Zuckerfalle!

Täglich erkranken 1000 Deutsche neu an Diabetes. Doch nur der Zuckerindustrie die Schuld zu geben, greift zu kurz. Jeder einzelne muss seinen Lebenswandel hinterfragen, kommentiert OZ-Redakteur Volker Penne.

21.11.2018

Das Vertrauen von Anwohnern und Umweltschützern in die Skandal-Deponie in Selmsdorf ist durch das schlechte Krisenmanagement der Politik noch mehr erschüttert worden, kommentiert OZ-Redakteur Thomas Luczak.

21.11.2018

Mitglieder der Landesregierung sollen 18 Monate lang spätere Jobs anmelden. Damit umgingen sie dem Verdacht, Interessen zu vermischen.

19.11.2018