Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kommentar Natur ist keine Ware
Mehr Meinung Kommentar Natur ist keine Ware
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 29.12.2018
Quelle: Archiv
Anzeige
Anklam

Sie ist Malermuse, wird in Liedern besungen und muss für Reisekataloge herhalten: Unberührte Natur ist beliebt. Trotzdem wird sie klein gemacht: Vor hundert Jahren waren noch etwa 85 Prozent unseres Planeten von Menschen unangetastet. Heute soll weniger als ein Viertel der Erdoberfläche echte Wildnis sein. Und die liegt noch dazu größtenteils in jenen Staaten, die sich um ihren Schutz wenig scheren.

Man kann, ja muss, anprangern, dass in Brasilien aus Geldgier Regenwald abholzt wird, dass, wo Urwald sein sollte, Soja sprießt. Genauso nötig aber ist Selbstkritik. Denn auch in Deutschland sind Gebiete rar, in denen Natur wirklich Natur sein darf. Und eben jene wilde Ecken werden auch noch zur Ware.

Bundesweit bieten Gemeinden wertvolle Schutzgebiete Privatleuten zum Kauf an, um sich die teuere Pflege zu sparen. Das ist gut für die Kasse, aber schlecht für die Natur. Denn in den seltensten Fällen dürfte der neue Besitzer das Land aus purer Liebe zu Flora und Fauna erworben haben. Naturschutzgebiete gehören in die öffentliche Hand. Können Kommunen sie sich nicht leisten, müssen sie an den Bund oder Umweltverbände gehen. Nur so ist garantiert, dass unberührte Natur auch unberührt bleibt.

Antje Bernstein

Bauanträge liegen in Ämtern Mecklenburg-Vorpommerns monatelang rum – es wird Zeit für eine Initiative zur Digitalisierung, kommentiert OZ-Redakteur Frank Pubantz.

29.12.2018

Innenminister Caffier will IT-Studenten mit Geld zur Polizei ködern. Anders wird es angesichts des Fachkräftemangels kaum gelingen.

28.12.2018
Kommentar „Rügener Badejunge“ wird französisch - Marke braucht Herkunft

Die Dortmunder Jülich-Gruppe verkauft den Kult-Camembert „Rügener Badejunge“ nach Frankreich. Ein Kommentar von Elke Ehlers

28.12.2018