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08:23 19.03.2019
OZ-Redakteurin Elke Ehlers vermisst Kornblumen und Klatschmohn.   Quelle: Frank Söllner / Corinna Schaak
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Die Bilanz, die Umweltminister Till Backhaus (SPD) jetzt zur Entwicklung der Artenvielfalt vorlegt, ist ernüchternd: In Mecklenburg-Vorpommern konnte der Artenschwund nicht gestoppt werden. Zwar enthielt das 2012 beschlossene Konzept zur Verbesserung der Biodiversität ambitionierte Ziele. Erfolge beschränken sich jedoch weitgehend auf Naturschutzgebiete.

Im bundesweiten Maßstab leistet Mecklenburg-Vorpommern damit trotzdem einen nennenswerten Beitrag zum Erhalt bedrohter Arten. Denn fast die Hälfte der Landesfläche fällt unter einen Schutzstatus – vom Europäischen Vogelschutzgebiet, National- und Naturpark bis zur Natura 2000-Region. Wenigstens dort können sich Tier- und Pflanzenwelt stabilisieren. Rückläufige Arten bekommen die Chance, sich von dort aus wieder großflächiger auszubreiten. Allerdings sollten Biotope dazu konsequenter vernetzt werden, Insellagen erschweren die Erholung der Bestände.

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Ganz anders sieht es jedoch dort aus, wo Landschaft durch Agrarwirtschaft intensiv genutzt wird. Immer noch verdrängt die Düngung Pflanzen, die nur auf nährstoffarmen Böden wachsen. Wildblumen im Getreide werden großflächig weggespritzt, das können ein paar Blühstreifen am Feldrand nicht aufwiegen. Doch Blüten auf Acker und Wiese sind für Insekten unverzichtbar. Ohne Insekten aber gibt es weniger Vögel, das ist in der Biodiversität eine traurige Kette.

Elke Ehlers

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