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Kommentar Bienen retten, aber Blumen nicht vergessen
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07:52 11.05.2019
OZ-Redakteurin Virginie Wolfram kommentiert das steigende Interesse der Menschen an der Rettung der Bienen. Quelle: Frank Söllner / Mohssen Assanimoghaddam (dpa)
Rostock

Rettet die Bienen – so schön der Slogan ist, er ist nur die halbe Wahrheit. Das Gute vorweg: Endlich haben die Insekten die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Auch dank einer äußerst erfolgreichen Unterschriften-Initiative in Bayern. Viele Menschen in MV wollen Imker werden und stellen Bienenhotels in ihren Gärten auf. Gut so!

Allerdings darf dabei eines nicht vergessen werden: Mehr Bienen brauchen auch mehr Nahrung. Mancherorts gibt es zwar inzwischen drei Imker im Stadtteil, aber nicht genug bienenfreundliche Pflanzen, die die Insekten bestäuben können.

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Wichtig ist es, Bäume und Hecken zu pflanzen und Blumen auszusäen. Honigbienen können im Zweifel von Imkern mit Zuckerlösung gefüttert werden. Aber die wenigen Wildbienen, die es noch gibt, füttert keiner. Auch die Städte sollten hier ihren Beitrag leisten und sich intensiver um Blühflächen im Stadtbild bemühen.

Entscheidend ist dabei, dass die Bienen nicht nur im blühfreudigen Frühjahr Nahrung finden, sondern auch noch bis in den Herbst hinein. Denn Pflanzen, die im Sommer oder später ihre Blüten zeigen, findet man immer weniger. Sobald Raps und Linden verblüht sind, kommt nicht mehr viel, was Bienen Nahrung bietet. Also: Rettet die Bienen – aber bitte auch blühende Landschaften.

Virginie Wolfram

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