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Kommentar Der Fall Augustin: Machtkampf in der AfD wird weitergehen
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19:17 05.07.2019
Frank Pubantz kommentiert den Machtkampf in der AfD Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: dpa
Schwerin

Die Landes-AfD setzt ihren Chef Dennis Augustin vor die Tür. Kurz und schmerzvoll, weil dieser bei seinem Parteieintritt eine Zugehörigkeit in der rechtsextremen Szene verschwiegen habe. Nicht die „Jugendsünde“ von vor 30 Jahren, wie Augustin seine Vergangenheit bei den „Jungen Nationalisten“ nennt, sondern die Tatsache, dass er diese verschwiegen habe, sei ausschlaggebend – also nicht Inhalt, sondern Form.

Ein langes Parteiausschlussverfahren hat sich die AfD damit erspart. Das Ende des Machtkampfes bedeutet dies aber sicher nicht, zu zerrissen ist die Partei auch in MV. Spätestens beim Parteitag im November wird sich zeigen, ob die gemäßigten Kräfte oder die völkisch-nationalistischen die Oberhand gewinnen.

Augustin galt in der Partei als zentrale Figur am rechten Rand. Es wird sich kaum mit der Demütigung abfinden, kann auf Unterstützer in einigen Kreisverbänden setzen. Der Kampf gehe weiter, soll er dem Vorstand gegenüber gesagt haben. Die AfD wird sich generell zu ihrem Extremismus-Problem positionieren müssen. Bemerkenswert bleibt, dass die Bundespartei sich zur Causa Augustin wegduckte. So bleibt die Partei ein unberechenbarer Haufen.

Frank Pubantz

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