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Kommentar Der Kampf gegen Geisternetze steht noch ganz am Anfang
Mehr Meinung Kommentar Der Kampf gegen Geisternetze steht noch ganz am Anfang
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19:00 30.09.2019
Geisternetze in der Ostsee und anderen Meeren sind eine unterschätzte Gefahr, meint OZ-Redakteur Gerald Kleine Wördemann. Quelle: Frank Söller, dpa
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Rostock

Der Kampf gegen den Vermüllung der Meere wird bislang vor allem über die Plastiktüte ausgefochten. Die Einweg-Einkaufstasche soll verschwinden. Dagegen lässt sich nichts sagen, nicht wenige Tüten landen in Entwicklungsländern in der Landschaft, im Meer oder werden verbrannt. Andere Meeresverschmutzer geraten da in den Hintergrund.

10 000 verlorene Fischernetze bleiben nach Angaben von Umweltschützern jedes Jahr in der Ostsee. Für Tiere werden sie zur Todesfalle. Später verrotten sie zu Mikroplastik, gelangen sie in die Nahrungskette und damit auf unseren Tellern. Höchste Zeit, den Wahnsinn zu stoppen.

Ein staatlich finanziertes Sammelsystem für geborgene Geisternetze, wie es der WWF jetzt vorschlägt, wäre ein guter Anfang. Denn Fischer haben Probleme, Plastikmüll in Häfen loszuwerden. Allerdings gilt auch das Verursacherprinzip. Die Netze fallen ja nicht aus heiterem Himmel ins Wasser, sondern von einem Boot.

Sicher, nur ein paar Fischer sind die schwarzen Schafe. Aber wir können es uns nicht leisten, das zu akzeptieren. Auch an dieser Stelle muss etwas passieren. Damit sich das Problem nicht eines Tages nur noch durch Verbote lösen lässt.

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Von Gerald Kleine Wördemann

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